Regeln für das Ranking

So werden die 100 größten Verlage ermittelt

11. Juni 2026
Thomas Wilking

Wie wird das Ranking ermittelt? Welche Zahlen wurden erhoben, welche Umsätze sind für die Einordnung maßgeblich? Hier werden die Kriterien erläutert.

Illustrtion eines mannes, der mit einem Fernrohr auf einen Bücherstapel mit Pokal schaut

Die Daten für das Ranking „Die 100 größten Verlage“ werden durch eine Umfrage unter ca. 120 Unternehmen in Deutschland, Österreich und der Schweiz erhoben. Befragt werden Verlage, die den Schwerpunkt ihrer Produktion auf Bücher (in diversen Formaten, auch Substituten) und Fachinformation legen, dort in der Regel in Form von Fachzeitschriften oder E-Journals, aber auch als Datenbankangebote einschließlich Lösungsanwendungen, die auf Fachinformation aufbauen.

Entscheidend für die Platzierung im Ranking sind die Nettoumsätze, die Verlage durch den Verkauf eigener Produkte in Deutschland, Österreich und der Schweiz (Umsatz DACH) erzielen, sei es durch Abgabe an Handelspartner bzw. Mittler oder durch den Direktverkauf an Endkunden. Neben den Medienumsätzen fließen in das Ranking auch Weiterbildungsformate und andere Veranstaltungsangebote mit ein, die zum integrierten Inhalte-Angebot vor allem von Fach- und Bildungsverlagen gehören.

Das aktuelle Ranking bezieht sich auf die Kennzahlen 2025 mit Vergleichswerten der Jahre 2024 und 2023. Die Angaben beruhen auf Selbstauskunft der Unternehmen, ergänzt durch Recherchen der Redaktion. In einigen Fällen waren Umsatz-Schätzungen nicht zu vermeiden; Schätzungen sind gekennzeichnet und werden als gerundete Werte dokumentiert.

Eine ganze Reihe der im Ranking aufgeführten Unternehmen machen wesentliche Umsätze außerhalb des deutschsprachigen Raums und/oder außerhalb des verlegerischen Kerngeschäfts zum Beispiel mit technischen Betrieben, mit eigenem Buchhandel, mit Beratungs- und Vertriebsdienstleistungen oder auch mit Non-Books und Publikumszeitschriften. Bei der Berechnung der Medienumsätze, nach denen sich die Platzierung im Ranking richtet, werden diese Einnahmen, so weit möglich, nicht berücksichtigt.

Eine Reihe von Verlagsunternehmen sind im Ranking einzeln aufgeführt, auch wenn sie mit anderen genannten Verlagen im Ranking durch Konzernstrukturen oder Beteiligungen verbunden sind. Sie werden separat aufgeführt, wenn sie als eigenständige publizistische und organisatorische Einheiten agieren.

Das Ranking „100 größte Verlage“ wurde 1990 vom „buchreport“ initiiert und bis zu dessen Einstellung 2023 fortgeführt. 2025 hat das Börsenblatt das Ranking übernommen und nach der ersten Ausgabe auf Basis der Umsatzzahlen von 2023 und 2024 für die aktuelle Erhebung das Portfolio der Umfrage überprüft. Neu im Ranking vertreten sind drei Fachverlage: der Deutsche Landwirtschaftsverlag (Hannover/München), der VDI Verlag (Düsseldorf) und der Automobil- und Mobilitätsfachverlag Tecvia (München), der aus dem 2023 bei Springer Nature ausgegliederten Fachmedienbereich hervorgegangen ist. Ebenfalls erstmals vertreten ist der auf Grundschüler ausgerichtete Jandorfverlag (Brühl)

Ausgabe 2026

Die 100 größten Verlage

Die Erhebung "100 größte Verlage" enthält die vollständige Rangliste der Verlage und in 100 Verlagsprofilen Informationen, die in dieser Detailtiefe sonst nicht zugänglich sind: Umsatzentwicklungen der vergangenen drei Jahre, internationaler Gesamtumsatz, Umsatzanteil besonderer Geschäftsfelder und mehr. Die ausführliche Analyse der Zahlen (auch für die Marktsegmente) enthält zusätzlich eine Langzeitbetrachtung der Branchenumsätze.
Das 120-seitige E-Paper ist hier verfügbar und kostet 89 Euro.