Japans Buchhandlungen haben innerhalb der vergangenen zehn Jahre rund ein Fünftel ihres Umsatzes verloren. Das berichtet das Portal Sumikai unter Berufung auf eine Untersuchung des Wirtschaftsauskunftsdienstes Teikoku Databank. Demnach verschwanden seit dem Geschäftsjahr 2015 insgesamt 610 Buchhandlungen durch Insolvenz, Geschäftsaufgabe oder Betriebseinstellung.
Für das Geschäftsjahr 2025 schätzt Teikoku Databank den Umsatz der Branche auf 1,04 bis 1,07 Billionen Yen (ca. 6,0 bis 6,2 Milliarden Euro). Zehn Jahre zuvor habe das Marktvolumen noch bei rund 1,4 Billionen Yen (ca. 8,1 Milliarden Euro) gelegen. Trotz des Rückgangs liege das Marktvolumen weiterhin über einer Billion Yen, was Teikoku Databank unter anderem darauf zurückführt, dass viele Buchhandlungen ihr Sortiment um Schreibwaren, Haushaltsartikel und andere Produkte erweitert haben. Weitere Ursachen für die Entwicklung seien die steigende Nutzung digitaler Bücher sowie das Ausbleiben großer Verkaufserfolge.
Laut der Untersuchung stuften sich 69,7 Prozent der Unternehmen als wirtschaftlich verschlechtert ein. Zudem wird darauf verwiesen, dass sich Umsätze stärker in den digitalen Bereich verlagern – insbesondere bei Manga, die zunehmend über E-Book-Plattformen und Smartphone-Apps gelesen werden.