Die von der Bundesregierung geplante Reform zur Krankschreibung sorgt für scharfe Kritik. In einer Instagram-Umfrage haben wir gefragt, was unsere ... von dem Vorhaben halten, künftig eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung (AUB) bereits ab dem ersten Krankheitstag vorzulegen - und dass keine telefonische Krankschreibung mehr möglich sein wird.
Die Rückmeldungen fielen negativ aus. Viele Kommentierende befürchten vor allem mehr Bürokratie in den Betrieben und noch vollere Arztpraxen. "Macht mehr Arbeit, verursacht nur hohe Kosten und unnötig Bürokratie!", sagt Andrea Lunau (Buchhandlung Ute Hentschel) zur Reform der Krankschreibung.
Ein weiteres zentrales Argument ist der Infektionsschutz: Die Befragten haben kritisiert, dass sich Menschen mit Erkältung, Magen-Darm oder "Kita-Keimen" dann ins Wartezimmer setzen müssten – mit dem Risiko, andere anzustecken, gerade auch Patient:innen mit Vorerkrankungen. Eine weitere Befürchtung: Die Regelung könnte am Ende sogar zu längeren Krankschreibungen führen, weil man eher direkt für mehrere Tage krankgeschrieben wird, statt nach einem Tag wieder arbeitsfähig zu sein. Besonders schwer umsetzbar sei diese Regelung auch für Menschen mit Erkrankungen wie Migräne, bei der der Weg in die Praxis am ersten Tag kaum möglich sei.
In den Kommentaren wurde die Reform zudem als "realitätsfern", als "Schwachsinn" und als "vollkommen respektlos" gegenüber arbeitenden Menschen bezeichnet. Ironisch fragte Marina Nordbreze: "Ganz großartige Idee, endlich schleppen sich all die Leute, die nur krankfeiern (Immer! Alle!) entweder ins Büro oder in die übervollen Praxen! What could possibly go wrong?!"