Schnuppermitglieder stellen sich vor

Fachverlag epodium richtet Fokus auf Tanzwissenschaft

6. November 2026
Redaktion Börsenblatt

Der Münchner Verlag epodium ist auf Theater- und Tanzwissenschaft, Performance und Ästhetik spezialisiert. Verleger Andreas Backoefer erklärt im Kurzinterview, was er sich von der Mitgliedschaft im Börsenverein erhofft.

Foto von Andreas Backoefer, epodium Verlag

Andreas Backoefer, epodium Verlag

Wobei erhoffen Sie sich Rückendeckung und Unterstützung vom Börsenverein?

Nach einer längeren Phase als Verleger "im Nebenerwerb" – ich war bisher, als 'gelernter' Theaterwissenschaftler, hauptberuflichen bei verschiedenen großen Fachverlagen als Produkt- oder Portfoliomanager tätig – beginnt für mich nun ein Abschnitt, in dem ich den epodium Verlag mit mehr Energie- und Zeitaufwand führen möchte. Für diesen 'Relaunch' erhoffe ich mir vom Börsenverein einen spannenden Austausch sowie Netzwerkmöglichkeiten.

Wie sieht Ihre Geschäftsidee, Ihr Geschäftskonzept aus?

epodium ist ein geisteswissenschaftlicher Fachverlag mit den Schwerpunkten Theaterwissenschaft, Tanzwissenschaft, Performance, Kunstgeschichte und Kunst. Neben der klassischen Print-Schiene (Monografien, Kongressberichte, ausgezeichnete Dissertationen und Lizenzausgaben von Übersetzungen ins Deutsche) gibt es eBooks und movementmachines.org – eine user-centered web platform für Choreografen. Ein zentrales Projekt ist das unregelmäßig erscheinende wissenschaftliche Magazin Tanz&Archiv – Forschungsreisen, das in Kooperation mit der Universität Salzburg erscheint. Ebenfalls als Kooperation mit der Universität Salzburg erscheint das e-zine de-archiving movement. research : choreography : performance.

Wie schätzen Sie Ihre Chancen auf dem Markt ein? Wo sehen Sie die Stärken Ihres Unternehmens im Wettbewerb?

Mit dem Verlegen von geisteswissenschaftlichen Büchern/Inhalten sind Erlösmodelle (leider) sehr schwierig realisierbar. epodium versucht sich in der Nische Tanzwissenschaft zu etablieren und das auch international im Bereich der Dance Studies – durch einen engen Kontakt mit global agierenden Wissenschaftler*innen und Künstler*innen –, die in den Publikationen einen kritischen Dialog führen können. Kooperationen mit tanzwissenschaftlichen Instituten sind dabei ein wichtiger Faktor. Eine KI-gestützte Recherchemöglichkeit für Nutzer in der Backlist des Verlags soll der Kundenbindung dienen.

Welche Plattformen für Networking, für den Erfahrungsaustausch mit Kollegen wollen Sie im Verband nutzen?

Häufig entstehen wichtige Kontakte auf informeller Basis. Darüber hinaus sind für epodium die Bereiche Fachmedien, unabhängige Verlage und die Kooperation mit wissenschaftlichen Bibliotheken interessant, die inzwischen eine wichtige Kundengruppe darstellen.

Warum möchten Sie zunächst "reinschnuppern" und nicht gleich ordentliches Mitglied im Börsenverein werden?

Ich hatte bei meiner ersten Verlagsstation als leitender Redakteur bereits Kontakt zum Börsenverein und dabei dessen Angebote und Möglichkeiten zum 'Mitmachen' sehr geschätzt. Nach vielen Jahren möchte ich nun schauen, ob dies immer noch so ist. 

Weitere Angaben:

Andreas Backoefer
epodium Verlag

www.epodium.de

Novitäten pro Jahr: ca. 4