CONTENTshift 2026

Sechs Start-ups im Finale des Innovationswettbewerbs

22. September 2026
Redaktion Börsenblatt

Nur noch wenige Tage bis zur Preisverleihung: Beim Co-Creation Workshop in Heidelberg trafen die sechs CONTENTshift-Finalisten auf die Jury. Im Mittelpunkt standen innovative KI-Lösungen für Marketing, Datenmanagement und Bildung.

Die Teilnehmer:innen und die Jury des Innovationsprogramms CONTENTshift trafen sich am 15.-17. September bei Springer Nature in Heidelberg zum Co-Creation Workshop

Die Teilnehmer:innen und die Jury des Innovationsprogramms CONTENTshift trafen sich am 15.-17. September bei Springer Nature in Heidelberg zum Co-Creation Workshop

Der vom Börsenverein Baden-Württemberg ausgerichtete Innovationswettbewerb CONTENTshift geht in die entscheidende Phase. Vom 15. bis 17. September kamen die sechs Finalisten und die Jury bei Springer Nature in Heidelberg zu einem Co-Creation Workshop zusammen. Bei einem gemeinsamen Auftakt mit der Stabsstelle Kultur- und Kreativwirtschaft der Stadt Heidelberg wurden die Lösungen der Start-ups vorgestellt, geprüft und weiterentwickelt.

Im Mittelpunkt stand die Frage, wie und wo Künstliche Intelligenz bereits sinnvoll eingesetzt werden kann, um Publishing-Unternehmen für die Zukunft aufzustellen. Die Finalisten entwickeln Lösungen für unterschiedliche Anwendungsbereiche: Snackz aus Berlin steigert die Verkäufe, indem die Lösung des Berliner Start-ups die Backlist deutlich sichtbarer macht und Novitäten nachweislich besser auffindbar werden. WeDaVinci aus München ermöglicht eine kostengünstige Videoerstellung für den Lizenzverkauf, die Werbung und sogenannte "Verticals" – Videoserien mit Filmen von jeweils zwei Minuten Länge. Das Ludwigsburger Start-up Colibri macht mithilfe lokaler KI eigene Inhalte medienübergreifend auffindbar – von Bild, Video und Audio bis hin zu Text.

KI-Lösungen für Bildung und Lernen

ReadBee aus Stuttgart unterstützt leseschwache Kinder dabei, altersgerechte und auch für andere Kinder zugängliche Bücher zu lesen, statt auf Literatur auf Vorschulniveau zurückgreifen zu müssen. Verlage können dadurch neue Zielgruppen erreichen. Ergänzend erhalten Eltern und Lehrkräfte ein Trainingsprogramm zur Unterstützung der Kinder. RosiQ aus Rastatt entwickelt eine KI-gestützte Lösung, die Lehrkräfte beim Unterricht von Schüler:innen mit geringen Deutschkenntnissen unterstützt. Acemate aus Berlin ermöglicht Verlagen, Wissensinhalte für interaktive und personalisierte Lernangebote aufzubereiten und so für unterschiedliche Lernsituationen zugänglich zu machen.

"Die Finalisten sind 2026 sehr stark", erklären die Coaches Okke Schlüter und Harald Henzler, die die Start-ups drei Monate lang als Mentoren begleitet haben. Tom Erben, Geschäftsführer des Börsenvereins Baden-Württemberg, sagt: "Wir freuen uns darüber, dass Verlage, Buchhandlungen und Start-ups diesen Austausch gleichermaßen für sich nutzen können. Das ist der Spirit von CONTENTshift, den wir fortführen wollen."

Preisverleihung auf der Frankfurter Buchmesse

Der CONTENTshift Award ist mit 10.000 Euro dotiert. Die öffentliche Preisverleihung findet am 8. Oktober um 12 Uhr am Landesstand Baden-Württemberg (Halle 5.0, B86) auf der Frankfurter Buchmesse statt. Im Anschluss beginnt dort um 13 Uhr der Landesempfang Baden-Württemberg mit einem Grußwort von Staatssekretärin Neşe Erikli.

Neben den zehn am Innovationsprogramm beteiligten Start-ups präsentieren sich am Landesstand unter anderem BUCH CONTACT, media control sowie mehrere Verlage und die Gewinner des Verlagspreises Literatur des Landes Baden-Württemberg.