Markus Altmeyer: Der Buchmarkt ist bekanntermaßen kein Ort für übermäßige Selbstüberschätzung. Die Druckkosten steigen, Kulturförderungen werden gestrichen, die Leserschaft schwindet: Aus ökonomischer Perspektive ist es sicherlich nicht der beste Zeitpunkt, einen Indie-Verlag zu gründen.
Aber ich bin ein Freund des antizyklischen Handelns. Ich gehe immer dann in die Sauna, wenn der Aufguss gerade vorbei ist. Es gehört zur DNA des Kuriositätenverlags, nicht auf das zu schauen, was bereits erfolgreich ist, sondern bewusst abseitige Wege zu gehen. Als Drehbuchautor unterhalte ich mit Hilfe klassischer Erzählmuster ein Millionenpublikum, beim Kuriositätenverlag suche ich eher die neugierige Nische und versuche, mich selbst zu überraschen.