In die Praxis und neue Marktchancen für Ratgeber- und Reise-Verlage führten die beiden folgenden Programmpunkte. Ihren Weg von Content Creator:innen zu Autor:innen, in ihrem Fall zunächst bei MairDumont, schilderten Laura und Matthias Lackas – nannten dabei Vorteile der Arbeit mit Creator:innen für Verlage:
- Neue Zielgruppen erschließen
- Creator:innen können oft Texte UND ansprechende Bilder erstellen
- Zeitgemäße Ausrichtung
- Profitieren von Community / Reichweite
Demgegenüber ständen als Herausforderungen:
- Honorarhöhe für Creator:innen
- Klare Vorstellung der Optik
- Keine Spezialisten für Text oder Bild
- Eventuell mehr Aufwand im Lektorat
- Branchenwissen fehlt
Entscheidend sei in der Zusammenarbeit eine transparente Kommunikation, vor allem bei Layout und Design. Es sollte klare Absprachen vorab geben. In der anschließenden Talkrunde wurde gefragt, wie die beiden einen Verlag auswählen? Dieser sollte eine gewisse Bekanntheit haben, erläuterte Laura Lackas, so werde die gemeinsame Reichweite größer. Je größer der Verlag sei, desto größer die Sichtbarkeit im Buchhandel, ergänzte Matthias Lackas. Das sei aber kein Selbstläufer: Wenn ein Verlag gute Verkaufszahlen hätte, und wenn der Creator über eine große Social-Media-Reichweite verfüge, kämen nicht automatisch große Absatzzahlen für ein Buch dabei heraus. Wie findet man geeignete Influencer:innen? "Es hilft mit Bloggern zu arbeiten, die sich mehr mit Texten beschäftigten", empfahl Laura Lackas, "die schreiben gern ein Buch."