"Wir kennen die Buchhandlungen in unseren Gebieten sehr gut und natürlich auch die Menschen, denen sie gehören und die dort arbeiten", sagt Fastert-Jandt. Man habe das Ohr am Markt und bekomme oft schon frühzeitig mit, wenn die Eigentümerin an den Renteneintritt denke oder aus anderen Gründen aufhören möchte. "Wir fragen dann nach, wie es weitergehen soll, und werden aktiv." Aktiv werden heißt, dass die Liste der Buchhandlungen, die eine Nachfolge suchen, mit potenziellen Interessent:innen aus Gründerworkshops abgeglichen wird oder dass Vernetzungsmöglichkeiten zum Beispiel beim Libri.Campus oder bei digitalen Austauschformaten geschaffen werden. Für die Verkäufer ist die Abgabe ihres Geschäfts meist eine sehr emotionale Angelegenheit und es fällt ihnen nicht leicht, sich von ihrer Buchhandlung zu trennen. Man möchte sein Lebenswerk in gute Hände legen und freut sich, wenn die Nachfolger:innen es mit großer Sensibilität weiterführen.
Mit denjenigen, die sich vorstellen können, eine Buchhandlung zu übernehmen oder zu gründen, führt Fastert-Jandt erst einmal Gespräche über deren Pläne. "Wir reden über ein mögliches Konzept, Angebotsschwerpunkte, den Businessplan, die Ladengestaltung und über technische Fragen wie Systeme, Logistiklösungen oder Einkaufsmodelle." Faster-Jandt hört zu, stellt Fragen.