Unternehmensnachfolge

Checkliste: Diese 8 Punkte müssen vor der Übergabe geklärt werden

Finanzielle Situation

Günstige Umsatz-/Ertragssituation, ausreichend Liquidität, Forderungen höher als Verbindlichkeiten, gute Kostentransparenz, realistische Lagerbewertung, möglichst keine (stillen) Beteiligungen, Altersrückstellungen im Blick

Entwicklung von Produkten

Klare Programmgliederung, großes Reservoir geplanter Titel

Controlling

Übliche betriebswirtschaftliche Steuerungsinstrumente wie Budget-/Liquiditätsplanung, monatliche BWA, Einzeltitelkalkulation und aktueller Jahresabschluss

Produktionsabläufe

Moderne, geregelte und eingeübte Abläufe, gute Verlagssoftware

Organisation

Aktuelles Organigramm, geregelte Zuständigkeiten und Verantwortungsbereiche, Vertretungsregelungen auf allen Ebenen

Marketing

Zielgruppenspezifische Ansprache der Handels- und Endkunden unter Verwendung des elektronischen Weges wie VLB-TIX und Social-Media-Kanäle

Personalstruktur

Kompetente Mitarbeitende in allen Funktionsbereichen, keine personellen Überkapazitäten und Fehlbesetzungen, Homeoffice-Regelung, keine Scheinselbständigkeit

Vertrieb

Geeignete Fremdauslieferung, Zugang und Kontakt zu allen Handelsformen

Fragenkatalog: Diese Fragen sind neu

             

            

Vorbereitung der Übergabe

  • Ist das Unternehmen in einem verkaufsfähigen Zustand?
  • Soll das Unternehmen komplett oder zunächst nur zu einem Teil abgegeben werden?
  • An wen soll verkauft werden? Familie, Management oder Investor?
  • Ist ein Management-Buy-Out denkbar? Was würde das bedeuten?


Der hier veröffentlichte Fragenkatalog wird fortlaufend ergänzt. 
 

In diese sechs Abschnitte gliedert sich die Übergabe eines Unternehmens

Praxistipp: Beispiel für eine Meilensteinplanung

Januar

Im Urlaub konkrete Gedanken zur Unternehmensnachfolge machen: Will ich aufhören, wann will ich aufhören, wer kommt als Nachfolger*in Frage, was mache ich anschließend?

Februar

Mit Partner*in oder Freund*innen über die Unternehmensnachfolge und meine Verkaufsabsicht sprechen

Mir Gedanken zur finanziellen Situation (nach einem Verkauf) machen

März

Endgültige Entscheidung für oder gegen Ausstieg/Verkauf treffen

Meinen Steuerberater einbeziehen und mich von ihm über die steuerlichen Aspekte eines Unternehmensverkaufs informieren lassen. Was passiert mit GmbH, Firmenrente, Firmenwagen etc.?

April

Informationsgespräch mit Transaktionsberatern führen, einen auswählen und eine Vereinbarung über die Begleitung schließen

Vertraulich mit Kollegin sprechen, ob sie eventuell übernehmen möchte und ggf. Termin setzen

Mai

Mit Berater Wunsch-Terminplan und komplettes Procedere besprechen: Bewertung, Exposé, möglicher Verkaufspreis, Ansprache möglicher Kaufinteressenten etc.

Informationen für ein Exposé und betriebswirtschaftliche Unterlagen zusammenstellen

Juni

Jahresabschluss fürs Vorjahr sollte erstellt sein (damit Interessenten aktuelle betriebswirtschaftliche Zahlen bekommen)

Mir überlegen, ob im Unternehmen alles „aufgeräumt“ ist, ich eventuell noch etwas verändern muss, ehe ein Kaufinteressent draufschaut. Eventuell Kredit vorzeitig tilgen. Termin mit Steuerberater

Juli

Die Akquisephase beginnt, wenn das Exposé erstellt und, gestützt durch die betriebswirtschaftliche Bewertung, ein Verkaufspreis festgelegt ist. Es werden jetzt konkret mögliche Interessenten priorisiert angesprochen. Eventuell erscheint eine Anzeige in mehreren Medien.

3. Quartal

Zeit für Gespräche mit Kaufinteressenten einplanen. Mit vielen möglichen Nachfragen von Seiten des Beraters und der Verkaufsinteressenten rechnen.

Phase der Due-Diligence-Prüfung beginnt. Hinzuziehen von externen Beratern (Unternehmensberater, Steuerberater, Wirtschaftsprüfer)

4. Quartal

Zeit für Verkaufsverhandlungen einplanen

Letter of Intent (LoI), Verkaufsvertrag, Notartermin

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