Buchhandlung Müller & Böhm in Düsseldorf

Dichten aus dem Nichten

19. März 2026
Susanna Wengeler

Vor 20 Jahren zog die Buchhandlung Müller & Böhm ins Düsseldorfer Heine-Haus und baute es zu einer der beliebtesten Literaturbühnen Deutschlands aus. Nun hat Buchhändler Rudolf Müller selbst ein Buch veröffentlicht.

Ein Porträtfoto von Rudolf Müller

Der Buchhändler Rudolf Müller

Am Abend des Veilchendienstags wurde es wie so oft voll im Veranstaltungssaal, der sich an die Buchhandlung Müller & Böhm anschließt. Das Buchhändlerpaar Rudolf Müller und Selinde Böhm hatte Wegbegeleiter:innen eingeladen, gemeinsam das 20-jährige Jubiläum der Eröffnung des Heinrich-Heine-Hauses zu feiern. In der Bolkerstraße 53, heute Teil der "längsten Theke der Welt" in der Düsseldorfer Altstadt, wurde der Dichter im Jahr 1797 geboren.

Wenige Monate nach der Eröffnung vor 20 Jahren zog auch die Buchhandlung Müller & Böhm ins Heine-Haus. Zuvor nur etwa 150 Meter entfernt in der Neustraße beheimatet, hatte sie sich seit ihrer Gründung 1989 einen Ruf als Anlaufstelle für Literaturinteressierte erarbeitet, der längst über die Stadtgrenzen hinauswirkte. Eigentlich waren Rudolf Müller und Selinde Böhm zufrieden mit ihrem Ladenlokal – was sie in die Bolkerstraße lockte, war ein großer, modern ausgestatteter Raum für Lesungen.

Und so vereinbarte man das Modell einer Öffentlich-privaten Partnerschaft: Die Stadt sanierte das Gebäude, die Buchhandlung wurde Mieterin, und für das Literaturhaus wurde ein Förderverein gegründet. Rudolf Müller ist für das Sortiment zuständig, Selinde Böhm kümmert sich ums Programm, das rund 50 Veranstaltungen im Jahr umfasst: "Wir könnten auch mehr machen, Anfragen gibt es reichlich."

Ein Foto von Rudolf Müller, Windhund Cinda und Selinda Böhm in ihrer Buchhandlung

Hunde sind immer willkommen: Rudolf Müller, Windhund Cinda und Selinde Böhm

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