Weihnachtsgeschäft

Einzelhandel: Einbußen bei Umsätzen und Frequenz

27. Dezember 2021
von Börsenblatt

Auch die letzten Verkaufstage des Weihnachtsgeschäfts verliefen laut dem Handelsverband Deutschland enttäuschend für den Einzelhandel. 78 Prozent der befragten Non-Food-Händler seien unzufrieden mit dem diesjährigen Weihnachtsgeschäft.

Im nächsten Jahr haben die Deutschen mehr Geld fürs Einkaufen als im Corona-Jahr.

„Im November ist das Weihnachtsgeschäft gut angelaufen, doch 2G hat Umsätze und Frequenzen einbrechen lassen. Bei vielen Handelsbetrieben herrscht Ernüchterung und Existenzangst“, so HDE-Hauptgeschäftsführer Stefan Genth. Auch in der Weihnachtswoche habe sich der negative Trend der Vorwochen fortgesetzt. Nur jeder Siebte der befragten Non-Food-Händler blicke positiv auf das Weihnachtsgeschäft zurück.

„Bereits das zweite Mal in Folge war die Weihnachtszeit für den Einzelhandel eine Katastrophe. In der so wichtigen Zeit um den Jahreswechsel sind Händlerinnen und Händler in großer Sorge“, so Genth weiter.

Laut HDE-Trendumfrage blieben die Umsätze im stationären Non-Food-Handel unter 2G in der Weihnachtswoche durchschnittlich 35 Prozent hinter dem Vorkrisenniveau zurück. Die Kundenfrequenzen in Non-Food-Geschäften lagen 37 Prozent unter denen im Vorkrisenjahr 2019. Auch in den Innenstädten ist die Lage weiterhin dramatisch. Dort sackten die Umsätze im Vergleich zum Vorkrisenniveau um 36 Prozent ab, während die Frequenzen um 42 Prozent zurückgingen. Besonders betroffen von Umsatz- und Frequenzrückgängen war erneut der Bekleidungshandel. In Bekleidungsgeschäften wurde laut Umfrage ein Umsatzminus um 39 Prozent verzeichnet. Die Kundenfrequenzen gingen im Vergleich zum Vorkrisenjahr 2019 um 44 Prozent zurück.

„Wie schon im Vorjahr sind die Weihnachtswochen deutlich hinter den Erwartungen des Einzelhandels zurückgeblieben. Händlerinnen und Händler haben ihre Hoffnung in die letzten Monate des Jahres gelegt, können nun jedoch nur noch auf die Zeit zwischen den Jahren hoffen“, so Genth. Gerade mit Blick auf das neue Jahr müsse man ihnen eine Perspektive geben und sie mit angemessenen und unkomplizierten Wirtschaftshilfen unterstützen, um pandemiebedingte Schäden aufzufangen.