Frankreich

Gebraucht boomt, Filialen wackeln: Frankreichs Buchketten im Stresstest

13. Juli 2026
Stefan Hauck

Die französische Buchhandelsgruppe Gibert setzt auf eine strategische Kehrtwende: weg vom Verkauf neuer Titel, hin zum Handel mit Gebrauchtbüchern. Und auch bei der Groupe Nosoli müssen elf Filialen geschlossen werden.

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Buchhandlung von Gibert Joseph am Boulevard Saint Michel in Paris

Die Traditionsbuchhandlung Gibert – Joseph Gibert hatte gegenüber der Kathedrale Notre-Dame in Paris als Bouquinist begonnen und 1888 seine erste Buchhandlung am Boulevard Saint-Michel eröffnet - betreibt nach eigenen Angaben 16 Filialen in 12 Städten und beschäftigt rund 500 Mitarbeitende. In Gebrauchtbüchern sieht sie einen tragfähigen Markt, der jährlich um zehn Prozent wächst. Ziel sei es, den Anteil der Verkäufe von Gebrauchtbüchern in den kommenden drei Jahren zu verdoppeln, von 30 Millionen Euro im vergangenen Jahr auf 60 Millionen im Jahr 2029. 2025 hatte das Gebrauchtbuch am Jahresumsatz von 86 Millionen Euro einen Anteil von 35 Prozent.