Evann Normandin | ANZEIGE

Was bleibt, wenn die Erinnerungen verschwinden?

13. Mai 2026
TONI HECHT

Evann Normandin erzählt in ihrem Debüt "Genug für ein halbes Leben" von einem radikalen Neuanfang, von Gefühlen, die sich nicht einfach auslöschen lassen, und den Erinnerungen, die uns zu denen machen, die wir sind.

Grafik mit Cover Evann Normandin: Genug für ein halbes Leben

Der Beginn einer großen Liebe

Was wäre, wenn wir unser Leben hinter uns lassen könnten und das vergessen, was schwer war: Krisen, Trauer, Verluste? Und wer sind wir, wenn wir ganz ohne Erinnerungen neu beginnen? "Genug für ein halbes Leben" erzählt von Rose und Landon, die sich zu Beginn ihres Studiums kennenlernen und ineinander verlieben. Sie sind jung, übermütig und kommen aus ganz unterschiedlichen Welten. Während Landon aus einer liebevollen Familie stammt, ist Roses Kindheit von Verlust geprägt: Der Vater erkrankt früh an Alzheimer, die Mutter bleibt emotional fern. In Landon findet sie Halt und ein Zuhause.

Vom Glück und seinem Zerbrechen

Aus der ersten großen Liebe wird eine gemeinsame Zukunft: Rose und Landon heiraten, ihr Leben scheint sich in bester Weise zu fügen. Doch ein tragisches Unglück verändert alles und
Rose trifft eine radikale Entscheidung: Um neu anfangen zu können, unterzieht sie sich einer Behandlung, die ihre Erinnerungen löscht. Auch die an Landon. Während sie versucht, sich ein neues Leben aufzubauen, hält er an dem fest, was für sie beide einmal bedeutsam war. Wie sehr der Roman berührt und zugleich zum Nachdenken anregt, spiegeln auch die Stimmen aus dem Buchhandel wider. Stefanie Bertram-Kempf von der Buchhandlung am Bach in Peiting empfiehlt den Roman als "kurzweiliges Schmökern für entspannte Stunden" und hebt hervor, dass er zugleich die Frage aufwirft, "ob Vergessen immer der richtige Weg ist". Auch Nicole Albrecht von der Buchhandlung Dietsch in Düsseldorf zeigt sich bewegt: "Eine schöne Liebesgeschichte, die berührt. Als Leserin fühlt man mit Rose und Landon und wünscht doch beiden nur das Beste."

Foto von Evann Normandin

Evann Normandin

Können wir die große Liebe wirklich vergessen?

Mit viel Feingefühl und einem tiefen Verständnis für die inneren Prozesse ihrer Protagonisten erzählt Evann Normandin von zwei Menschen, die die schwerste Krise ihres Lebens ganz unterschiedlich verarbeiten: Während Rose versucht, durch Vergessen ein neues Glück zu finden, kämpft Landon für ihre Beziehung und sucht einen Weg zurück zu ihr. Er begegnet ihr erneut, diesmal als Fremder. Es dauert nicht lange, bis die alten Gefühle bei beiden wieder zum Vorschein kommen. Nur ahnt Rose nicht, dass ihr Gegenüber die Last all ihrer gemeinsamen Erinnerungen mit sich trägt...

Ein Debüt mit großer emotionaler Kraft

Mit ihrem ersten Roman legt Evann Normandin ein eindringliches Porträt über Erinnerung, Identität und die Kraft von Liebe und Freundschaft vor. Inspiriert von einer eigenen Erfahrung – einem Brief, der eine verlorene Beziehung wieder aufleben ließ – geht sie der Frage nach, wie Gefühle unsere Entscheidungen bestimmen und was eine glückliche Liebe ausmacht. "Genug für ein halbes Leben" erscheint als Spitzentitel im Hardcover-Programm des Heyne Verlags und wird von einer umfangreichen Publikumswerbekampagne begleitet.

Genug für ein halbes Leben

Vielleicht lässt sich ein Leben neu beginnen. Vielleicht lassen sich Erinnerungen vergessen.
Aber manche Verbindungen sind stärker als das, was wir bewusst erinnern. Und so erzählt "Genug für ein halbes Leben" auch davon, dass eine große Liebe nicht unbedingt ein ganzes Leben braucht, um bedeutend zu sein. Manchmal ist sie in all ihrer Intensität schon genug für ein halbes Leben. Was bleibt, wenn die Liebe endet, sind intensive Erinnerungen – wenn wir uns trauen.

 

Genug für ein halbes Leben
Evann Normandin
23,00 € (DE)
ISBN 978-3-453-27608-6 
384 Seiten
ET: 29.07.2026
Heyne