Kinder- und Jugendbuch

Mehr Farbe im Bücherregal

13. Mai 2026
Jule Heer

Identität, Vielfalt und Zugehörigkeit: Diese Themen machen verschiedene Lebensrealitäten in ­aktuellen Kinder- und Jugendbüchern sichtbar.

Eine Seite aus dem Buch "Weder Junge noch Mädchen" aus dem Anthea Verlag. Gezeigt wird die Überforderung der Hauptfigur bei der Entscheidung zwischen Jungen- und Mädchentoilette.

Geschlechterrollen begegnen einem im Alltag überall: Das merkt auch die Figur in "Weder Junge noch Mädchen" (Anthea Verlag)

In Deutschland haben laut Bundesins­titut für Bevölkerungsforschung rund 43 Prozent der Kinder unter 15 Jahren einen Migrationshintergrund. Umso wichtiger ist die Repräsentation auch in den Büchern. Nana Agic, Inhaberin der Diversity Buchhandlung Happy, sagt: "Jedes Kind soll sich gesehen fühlen."

Dieses Ziel verfolgt auch das Jugendbuch "Nurs Geheimnisse" (Orlanda, 176 S., 20 €, ab 12). Die Protagonistin mit marokkanischem Migra­tionshintergrund erlebt Rassismus und Diskriminierug aufgrund ihrer sozialen Herkunft, als sie dank eines Stipendiums an ein privates Gymnasium wechselt. Ihre Haut­farbe und Haare fallen plötzlich auf. Gleichzeitig hinterfragt sie gesellschaftliche und religiöse Vorstellungen – etwa, ob es wirklich nur einen einzigen wahren Gott gibt und warum Mädchen in ihrer Kultur Männern versprochen werden, als seien sie "Möbel oder andere Gegenstände, und die Männer entscheiden, wohin wir gestellt werden".

Das Cover von "Nurs Geheimnisse" von Najat El Hachmi, erschienen bei Orlanda

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