Nachtsheim nahm sich die Freiheit, vom Ausgangstext abzuweichen: "Ich hab schon erst mal mir die Freiheit gelassen, so ranzugehen, dass ich, neu denken darf." Der Handkäs kommt im Original natürlich nicht vor, wird bei ihm aber zum regionalen Anker und sorgt für Lacher.
Die Freiheit hat aber Grenzen: Die Verse müssen zu den Bildern passen, die Reihenfolge einer Aufzählung darf nicht verändert werden, und auch der schönste Reim ist nicht automatisch brauchbar. Wenn eine Formulierung die Bilddramaturgie stört, beginnt die Arbeit von vorn. Das war teilweise frustrierend, gibt Nachtheim zu. Aber als Bühnenprofi ist er es gewohnt, so lange zu feilen, bis alles wirklich passt.
Die sprachliche Feinmechanik zeigt sich schon in der Passage:
"E Mäusje lief locker dorsch de Wald /und traf uff de Fuchs schon ziemlich bald. / »Ei Gude, Mäusje, wo geht’s denn hie? / Wolln mer Handkäs esse? So lecker wie nie!«"
Wörter wie "Handkäs", "Grie Soß" oder "Watz" verankern die Geschichte im Hessischen. Entscheidend war für das Projekt ein Hessisch, das lesbar, sprechbar und überregional anschlussfähig bleibt.