übernimmt Jeannette Landers Nachlass

Marbach übernimmt Jeannette Landers Nachlass

27. August 2026
Redaktion Börsenblatt

Das Deutsche Literaturarchiv übernimmt den literarischen Nachlass der Schriftstellerin Jeannette Lander. Der Bestand enthält Manuskripte, Korrespondenzen und Fotografien.

Selbstporträt von Jeanette Lander mit großer Brille

Jeanette Lander

In Marbach teilte das Deutsche Literaturarchiv mit, dass es den literarischen Nachlass der US-amerikanisch-deutschen Schriftstellerin Jeannette Lander übernimmt. Der Bestand umfasst vor allem Manuskripte ihrer veröffentlichten und unveröffentlichten Arbeiten, darunter Gedichte in deutscher und englischer Sprache, Dramatisches überwiegend für Radiosender sowie Prosa. Hinzu kommen Korrespondenzen, unter anderem mit Elisabeth Borchers und Christoph Hein, sowie zahlreiche Fotografien aus allen Lebensphasen Jeannette Landers.

Biografische Stationen

Jeannette Lander wurde 1931 in New York geboren und starb 2017 in Nauen/Brandenburg. Sie wuchs in einer aus Polen stammenden jüdischen Familie in den USA auf; ihre Muttersprachen waren Englisch und Jiddisch. Bereits in ihrer Jugend veröffentlichte sie Gedichte auf Jiddisch, später Kurzgeschichten und Essays auf Englisch.

Werk und Auszeichnungen

Lander arbeitete als freie Autorin und veröffentlichte Romane, Erzählungen, Gedichte, Hörspiele und Radiofeatures. 1971 gelang ihr mit dem Roman Ein Sommer in der Woche der Itke K. der Durchbruch. Er erzählt aus der Perspektive eines jüdischen Mädchens im Süden der USA der 1940er-Jahre von Ausgrenzung und Machtverhältnissen.

Lander war Mitherausgeberin der Zeitschrift Die Diagonale und schrieb unter anderem für Emma. Auszeichnungen und Stipendien erhielt sie unter anderem von der Villa Massimo (1976) und vom Berliner Senat. 2000 war sie Writer in Residence an der University of Georgia, 2001 an der Washington University in St. Louis.