Wer schreibt die beste Geschichte über Ernst und Frösche?
Der Walter-Serner-Preis 2026 richtet sich erstmals ausdrücklich an Autor:innen aus Berlin und Brandenburg. Gesucht werden unveröffentlichte Kurzgeschichten mit einem Zitat von Walter Serner.
Der Walter-Serner-Preis 2026 richtet sich erstmals ausdrücklich an Autor:innen aus Berlin und Brandenburg. Gesucht werden unveröffentlichte Kurzgeschichten mit einem Zitat von Walter Serner.
In diesem Jahr sucht die Jury des Walter-Serner-Preises eine Kurzgeschichte, die folgenden Satz des Schriftstellers und Dadaisten Walter Serner möglichst elegant integriert: "Wo Ernst ist, da sammeln sich die Frösche". radio3 vom rbb und das Literaturhaus Berlin freuen sich auf literarische Texte, die sich von Walter Serners Zitat inspirieren lassen und es in eine eigene Geschichte einbauen. Für die Auswahl gelten neue Kriterien: Der Walter-Serner-Preis legt ab diesem Jahrgang seinen Fokus stärker auf Literaturschaffende aus der Region und richtet sich explizit an Autorinnen und Autoren, die in Berlin und Brandenburg wohnen. Diese sind herzlich eingeladen, sich bis zum 12. Oktober 2026 mit unveröffentlichten Kurzgeschichten zu bewerben
Eine Jury mit Anne-Dore Krohn vom rbb, Janika Gelinek und Sonja Longolius vom Literaturhaus Berlin sowie einer Gastjurorin/einem Gastjuror wählt drei Texte für eine Shortlist aus. Diese werden vorab im Programm von radio3 sowie auf den Webseiten des Literaturhauses Berlin und des rbb vorgestellt.
Bei der Preisverleihung am 1. Dezember im Literaturhaus Berlin werden die drei Texte gelesen. Anschließend diskutiert die Jury live und entscheidet vor Publikum über den ersten Platz. Er ist mit 4.000 Euro dotiert, die beiden anderen Plätze mit jeweils 500 Euro. Die Veranstaltung wird live auf radio3 übertragen.
Die Kurzgeschichte ist als PDF an walter-serner-preis@radiodrei.de zu senden und mit ihrem Titel zu benennen. Der Name der Autorin/des Autors darf nicht im Dokument stehen; Name, Kontaktdaten und Kurzbiografie gehören in die E-Mail, der Nachname in den Betreff. Der Text muss ohne die Hilfe von KI geschrieben sein, darf höchstens 12.000 Zeichen inklusive Leerzeichen umfassen und darf nicht mehrfach eingereicht werden.
Teilnehmen können Volljährige mit nachweisbarem Erstwohnsitz in Berlin oder Brandenburg, die am 1. Dezember 2026 persönlich zur Verleihung erscheinen können. Manuskripte werden nach dem Wettbewerb datenschutzkonform vernichtet. Ausgeschlossen sind Beschäftigte des Rundfunk Berlin-Brandenburg (rbb) und des Literaturhauses Berlin sowie Autorinnen und Autoren ohne Meldung in der Region.
Walter Serner wurde 1889 in Karlsbad geboren und lebte in Wien, Berlin und Zürich. Er schrieb unter anderem "Letzte Lockerung. Ein Handbrevier für Hochstapler" und "Die Tigerin". 1942 wurde er deportiert und am 23. August 1942 mit seiner Frau Dorothea im Wald von Biķernieki bei Riga ermordet. Der Preis erinnert an sein Leben und Wirken.
Der Walter-Serner-Preis
Den Walter-Serner-Preis für Kurzgeschichten gibt es seit Mitte der 1970er Jahre. Seit 1996 ist er dotiert und wird gemeinsam vom rbb und dem Literaturhaus Berlin ausgeschrieben und verliehen.