HarperCollins steckt Geld in den Buchhandel statt in einen eigenen Stand auf der Frankfurter Buchmesse. Die Verlagsgruppe hat angekündigt, im Oktober als Ausstellerin in Frankfurt zu verzichten. Dahinter steht auch Kritik an der Neuausrichtung der Messe und der neuen Hallenstruktur. Das gesparte Geld soll stattdessen direkt in den unabhängigen Buchhandel fließen. Geplant sind regionale Werbekampagnen und Veranstaltungen vor Ort.
Dazu kommt ein neues Stipendium. Dafür stellt HarperCollins jedes Jahr 25.000 Euro bereit. Unterstützt werden zehn kleine und mittelständische Buchhandlungen, wenn sie Auszubildende nach dem Abschluss fest übernehmen. Das Geld ist für Weiterbildung und Qualifizierung gedacht.
Und noch ein Baustein kommt dazu: Einmal im Jahr sollen 10.000 Euro an eine Buchhändlerin oder einen Buchhändler gehen, für den Schritt in die Selbstständigkeit. Also für eine Übernahme oder eine Neueröffnung.
Die Ankündigung dürfte polarisieren: als Kritik an der Messe, aber auch als ziemlich konkretes Bekenntnis zum stationären Buchhandel. Wir bleiben am Thema dran!