PEN Deutschland unterstützt ukrainische Autor:innen

Kurzzeitplätze im Stipendienprogramm Writers-in-Exile

10. August 2026
Redaktion Börsenblatt

Bis Ende 2026 lädt PEN Deutschland ukrainische Autor:innen in sein Stipendienprogramm Writers-in-Exile (WiE) ein. Dabei geht die Schriftstellervereinigung mit Sitz in Darmstadt einen neuen Weg.

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Üblicherweise nimmt PEN Deutschland in das jeweils mindestens ein Jahr laufende Programm Kolleg:innen auf, die in ihrem Heimatland von Staats wegen bedroht, verfolgt und ins Exil getrieben werden. Auf Initiative der PEN-Vizepräsidentin und WiE-Beauftragten Astrid Vehstedt sind nun auch ukrainische Literat:innen für eine verkürzte Zeitspanne willkommen – ein Personenkreis, auf den obige Merkmale nicht zutreffen. Zwar ist unter dem aktuell geltenden Kriegsrecht die Rede- und Publikationsfreiheit in der Ukraine reguliert, aber nicht abgeschafft.

Der PEN bietet Bewerber:innen aus dem von Russland angegriffenen Land die Möglichkeit, für bis zu drei Monate in Deutschland zu leben. In dieser Zeit sollen sie einen anderen Alltag erleben können, zur Ruhe kommen und im Idealfall die Muße und eine Inspiration zum Schreiben finden. Oder sie erkunden einfach das Land. Das Angebot von PEN Deutschland an ukrainische Autor:innen gilt zunächst bis Ende des Jahres.

Über Writers-in-Exile

Writers-in-Exile ist ein Stipendienprogramm für verfolgte Autoren, das vom Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien finanziert wird. Seit 1999 wurden rund neunzig Literaten in das Programm eingeladen. Bis zu drei Jahre erhalten verfolgte Autoren eine Wohnung sowie ein monatliches Stipendium.