Dass der Gastland-Auftritt eine große Chance sein kann, das sei ihnen von Anfang an klar gewesen, meint Kristina Larischová, Generalkonsulin der tschechischen Republik in Düsseldorf. "Wir wollten deshalb das ganze Jahr 2026 zu einem Jahr der tschechischen Kultur machen, nicht nur den Oktober auf der Messe." Sie erhofft sich davon, den Bekanntheitsgrad der tschechische Kultur in deutschsprachigen Ländern deutlich zu erhöhen.
Daher finden auch schon im Laufe des Jahres rund 100 Veranstaltungen in Deutschland, der Schweiz, Österreich sowie in Liechtenstein statt. Dazu zählen Lesungen und Literaturfestivals wie die Texttage Nürnberg sowie das Festival "Ahoj! Tschechien setzt über" in Wien und Bad Ischl.
Rund um die Buchmesse präsentiert sich Tschechien im Frankfurter Raum mit einem vielfältigen Kulturprogramm. In der Alten Oper werden die deutsche Premiere von Werken von Slavomír Hořínka, Barbora Tomášková und Pavel Šabacký aufgeführt, im Internationalen Theater Frankfurt zeitgenössische Theaterstücke gezeigt und in Frankfurter Arthouse-Kinos tschechische Filme präsentiert. Außerdem wird die TV-Serie "Gerta Schnirch" vorgestellt, die auf einem Roman von Kateřina Tučková basiert.
Zahlreiche Ausstellungen ergänzen das Programm: Die SCHIRN Kunsthalle widmet sich der Künstlerin Anna Hulačová, das Museum für Kommunikation zeigt die Ausstellung "Samizdat: Worte der Freiheit in der Tschechoslowakei 1939–1989" und das Klingspor Museum präsentiert tschechisches Buchdesign und Illustrationen. Weitere Ausstellungen beschäftigen sich mit tschechischer Architektur, Fotografie, Poesie und Bilderbuchkunst.