Das Internationale Literaturfestival Berlin (ILB) soll künftig in die institutionelle Förderung des Bundes übergehen und Teil der Berliner Festspiele werden. Eine entsprechende Perspektive wurde im Rahmen der Verhandlungen zum Hauptstadtfinanzierungsvertrag zwischen dem Bund und dem Land Berlin vereinbart.
Bis zur Integration in die Berliner Festspiele soll die Finanzierung des Festivals über den Hauptstadtkulturfonds im Rahmen einer Regelförderung weiterhin gesichert sein. Die geplante Institutionalisierung soll dem ILB damit eine langfristige Perspektive geben.
"Das ILB ist eines der bedeutenden Literaturfestivals weltweit", erklären Barbara Wahlster, 1. Vorsitzende der Peter-Weiss-Stiftung für Kunst und Politik, und Johannes Kister, 2. Vorsitzender. Die Integration in die Berliner Festspiele nach mehr als 25 Jahren Festivalgeschichte begrüße der Trägerverein sehr. Bis das Festival als eigenständige programmatische Säule der Berliner Festspiele existiere, werde die Peter-Weiss-Stiftung den Prozess weiter begleiten.
Festivalleiterin Lavinia Frey erklärt: "Das ILB geht in eine gesicherte Zukunft. Wir freuen uns darauf, Teil der Festival-Familie der Berliner Festspiele zu werden und erhoffen uns einen Schub an Synergien und Kreativität. Ich danke dem Team, dem Vorstand und den Mitgliedern des Trägervereins, allen Partnerinnen und Partnern und insbesondere dem BKM und dem Land Berlin für die Unterstützung. Der größte Dank gilt all den Autorinnen und Autoren, die das Festival seit einem Vierteljahrhundert zu dem machen, wofür es geliebt wird: Ein Ort, der die Literatur und die offene Diskussion feiert."
Das Internationale Literaturfestival Berlin bringt jährlich mehr als 100 Schriftsteller:innen aus rund 40 Ländern sowie zahlreiche Mitwirkende aus Literatur, Kunst, Wissenschaft und Gesellschaft nach Berlin. Das Programm umfasst Lesungen, Gespräche, Debatten und Performances sowie ein umfangreiches Junges Programm.