Als Argument verweist der Verband auf die letzte Mehrwertsteuererhöhung im Jahr 2007. Diese habe bei normal besteuerten Waren eine Preiserhöhung von rund 2,6 Prozentpunkten verursacht; in den Jahren 2007, 2008 und 2009 habe der Einzelhandel in konstanten Preisen drei Jahre in Folge reale Umsatzrückgänge verzeichnet.
Von Preen warnt, der Einzelhandel könne "mehrere Jahre mit realem Umsatzrückgang" aktuell nicht verkraften. Eine Mehrwertsteuererhöhung sei "keine Reform, sondern ein inakzeptabler Eingriff", der die Binnenkonjunktur weiter abwürge und Wohlstand gefährde.
Stattdessen fordert der HDE zur Entlastung von Handel und Verbraucher:innen, die Lohnnebenkosten durch eine "strikte Deckelung" der Sozialversicherungsbeiträge bei maximal 40 Prozent zu begrenzen und die Energiekosten zu senken. Der Verband unterstützt zudem eine Reduzierung der Stromsteuer auf das europäische Mindestmaß für alle Unternehmen und nicht nur für die Industrie. Darüber hinaus verlangt der HDE einen "schonungslosen Befreiungsschlag" von staatlicher Überregulierung sowie einen "radikalen Abbau" von Vorschriften.