Barbi Marković erhält Helena-Adler-Preis
Der Helena-Adler-Preis für rebellische Literatur geht 2026 an Barbi Marković. Ausgezeichnet wird ihr Buch "Stehlen, Schimpfen, Spielen", erschienen 2025 im Rowohlt Verlag.
Barbi Marković
Der Helena-Adler-Preis für rebellische Literatur geht 2026 an Barbi Marković. Ausgezeichnet wird ihr Buch "Stehlen, Schimpfen, Spielen", erschienen 2025 im Rowohlt Verlag.
Barbi Marković
Zum zweiten Mal – nach 2025 (Elke Laznia: "Fischgrätentage") – wird der Helena-Adler-Preis für rebellische Literatur vergeben. Der Preis erinnert an die 2024 verstorbene Autorin Helena Adler und würdigt ein besonderes belletristisches Werk der österreichischen Gegenwartsliteratur, das sich sprachlich, formal und inhaltlich auflehnt, trotzt und widersetzt. 2026 geht die Auszeichnung an Barbi Marković für ihr Buch "Stehlen, Schimpfen, Spielen" (Rowohlt Verlag, 2025).
Die Verleihung findet am Sonntag, 15. März, um 11 Uhr im Literaturhaus Salzburg statt. Die Laudatio hält Mia Eidlhuber.
Die Entscheidung der dreiköpfigen Fachjury fiel einstimmig. Der Jury gehörten die Kulturredakteurin Mia Eidlhuber (Der Standard), die Literaturjournalistin Katja Gasser (ORF) sowie der Buchhändler Klaus Seufer-Wasserthal (Rupertus Buchhandlung) an. Der mit 7.777 Euro dotierte Literaturpreis wurde 2024 vom Leiter des Literaturhauses Salzburg, Tomas Friedmann, ins Leben gerufen. Er wird jährlich getragen vom österreichischen Kulturministerium, von Stadt und Land Salzburg, der Gemeinde Oberndorf, vom Literaturhaus Salzburg sowie durch private Spenden.
Die Jury begründet ihre Entscheidung damit, dass Barbi Marković in "Stehlen, Schimpfen, Spielen" Schreiben als "ein Machtakt der kleinen, in die Ecke gedrängten Seelen" verstehe und mit dem Text die Vorstellungen des Genres sprenge. Ihr Schreiben lote Grenzen aus und entscheide sich "im Zweifel für das Scheitern". Markovićs literarische Haltung verbinde sie in besonderer Weise mit Helena Adler.