Jury steht fest

Berliner Verlagspreis 2026: Bewerbungsstart!

7. Mai 2026
Redaktion Börsenblatt

Die Ausschreibung für den Berliner Verlagspreis ist gestartet. Bis zum 10. Juli können sich in Berlin ansässige Verlage für den mit insgesamt 68.000 Euro dotierten Preis bewerben. Erstmals gibt es einen Shortlist-Abend.

Fotos der Jurymitglieder (von links nach rechts), obere Reihe: Nadia Budde, Björn Kuhligk, Shelly Kupferberg; untere Reihe: Janin Präßler, Richard Stoiber und Kurt von Hammerstein

Die Jurymitglieder (von links nach rechts), obere Reihe: Nadia Budde, Björn Kuhligk, Shelly Kupferberg; untere Reihe: Janin Präßler, Richard Stoiber und Kurt von Hammerstein

Ausgelobt wird der Berliner Verlagspreis von den Senatsverwaltungen für Wirtschaft, Energie und Betriebe sowie für Kultur und Gesellschaftlichen Zusammenhalt. Ausgezeichnet werden Verlage, die sich durch herausragende Programme, besonderes verlegerisches Engagement und innovative Impulse für die Verlagslandschaft hervortun.

Franziska Giffey, Bürgermeisterin und Senatorin für Wirtschaft, Energie und Betriebe, betont: "Bücher bieten Orientierung und eröffnen neue Perspektiven, gerade in einer Zeit großer Unsicherheiten. Unsere rund 150 Berliner Verlage sind ein wichtiger Teil der Kreativwirtschaft: Sie stehen für publizistische Qualität, kulturelle Vielfalt und bieten 3.000 Arbeitsplätze in unserer Stadt. Mit dem Berliner Verlagspreis würdigen wir dieses Engagement und stärken eine Branche, die für Demokratie, Innovation und die wirtschaftliche Strahlkraft Berlins unverzichtbar ist."

Stefan Evers, Senator für Kultur und Gesellschaftlichen Zusammenhalt, ergänzt: "Gerade in Berlin arbeiten viele Verlage unabhängig. Damit ist jedes neue Buch auch ein unternehmerisches Wagnis. Umso wichtiger ist es, dieses Engagement sichtbar zu machen und auszuzeichnen. Der Preis richtet sich an Verlage mit einem Jahresumsatz von bis zu zwei Millionen Euro und stärkt damit insbesondere kleine und mittlere Unternehmen, die mit ihren Programmen neue Impulse in die Verlagslandschaft bringen."

Eine unabhängige Jury ermittelt nach Sichtung der Einsendungen eine Shortlist mit sechs Nominierten, die am 8. September bekannt gegeben wird. Erstmals gibt es in diesem Jahr einen Shortlist-Abend: Am 24. September werden die nominierten Verlage und ihre Programme im Literaturforum im Brecht-Haus in den Fokus gerückt und gefeiert. Die Preisverleihung findet am 15. November im Deutschen Theater statt.

Zur diesjährigen Jury gehören:

  • Nadia Budde (Grafikerin, Kinderbuchillustratorin und Autorin)
  • Björn Kuhligk (Autor)
  • Shelly Kupferberg (Journalistin, Moderatorin und Autorin)
  • Janin Präßler (Leiterin der Stadtbibliothek in Treptow-Köpenick)
  • Richard Stoiber (MÄRZ Verlag)
  • Kurt von Hammerstein (Buchhändler Hundt Hammer Stein)

Teilnahmebedingungen:

Um den Berliner Verlagspreis können sich alle in Berlin ansässigen Verlage mit einem Jahresumsatz von bis zu zwei Millionen Euro bewerben. Von der Vergabe ausgeschlossen sind Verlage, die sich mehrheitlich im Besitz einer größeren Verlagsgruppe befinden, sofern diese mehr als zwei Millionen Euro Gesamtumsatz erwirtschaftet. Der Preis unterteilt sich in den mit 26.000 Euro dotierten "Großen Berliner Verlagspreis" und zwei "Berliner Verlagspreise", die mit jeweils 15.000 Euro dotiert sind. Die weiteren drei Verlage der Shortlist erhalten eine Anerkennung in Höhe von 4.000 Euro.

Zum Preis:

Der Berliner Verlagspreis wird seit 2018 von der Senatsverwaltung für Wirtschaft, Energie und Betriebe sowie der Berliner Senatsverwaltung für Kultur und Gesellschaftlichen Zusammenhalt einmal jährlich verliehen. Das Projektmanagement liegt beim Börsenverein des Deutschen Buchhandels Landesverband Berlin-Brandenburg e.V.

Weitere Informationen zum Berliner Verlagspreis, den Vergabekriterien und den Teilnahme­bedingungen finden sich unter www.berlinerverlagspreis.de.

2025 wurden der MÄRZ Verlag, der BeBra Verlag und der Kraus Verlag ausgezeichnet.