Die Entscheidung wurde am 23. Juni bekannt gegeben, so die Presseinformation der Hansestadt Buxtehude. Hallaks Jugendroman erzählt die Geschichte von Sherry, einem siebzehnjährigen Mädchen, deren Eltern sich als Familien-Influencer in Social Media inszenieren und das Leben ihrer Tochter öffentlich verbreiten (sogenanntes Sharenting). Im Mittelpunkt stehen die psychischen Folgen dieses gläsernen Aufwachsens, der Verlust von Privatsphäre sowie die Suche nach der eigenen Identität "in real life", dem analogen Leben.
"Please Unfollow" (Arctis Verlag) erhielt 113 Punkte, mit minimalem Vorsprung vor dem zweitplatzierten Titel "The Bitter Side of Sweet" von Tara Sullivan (Peter Hammer Verlag) mit 101 Punkten. Mit "Please Unfollow" setzte sich der Favorit der Jugendjury durch, während die Erwachsenenjury Sullivans Roman über das Schicksal von Kindern auf Kakaoplantagen in der Elfenbeinküste knapp vorne sah. "Das war gerade genauso schlimm wie bei DSDS ('Deutschland sucht den Superstar') – ich kann das nicht empfehlen", kommentierte Hallak die Entscheidung.
Für den Arctis Verlag ist es bereits die zweite Auszeichnung: 2021 erhielt die verstorbene, dänische Autorin Malene Sølvsten den 51. Buxtehuder Bullen für ihren Fantasy-Roman "Ansuz – Das Flüstern der Raben".