Uwe Lüders Preis

Illustrator Philip Waechter wird ausgezeichnet

12. März 2026
Redaktion Börsenblatt

Der Frankfurter Illustrator Philip Waechter erhält für sein bisheriges Werk und insbesondere für die Illustration von "Jetzt geht’s los" (Beltz & Gelberg) den Uwe Lüders Preis für Illustrationskunst im Kinder- und Jugendbuch 2026. Seine Bücher strahlen den "Grundton grundsätzlicher Freundlichkeit und Zuversicht" aus, lobte die Jury.

Foto von Philip Waechter

Philip Waechter

Das Literaturbüro Lüneburg vergibt im Rahmen seines Kinder- und Jugendprogramms, dem Jungen Literaturbüro, zum vierten Mal den Uwe Lüders Preis für Illustrationskunst im Kinder- und Jugendbuch. Ausgezeichnet wird laut Mitteilung der Frankfurter Illustrator Philip Waechter für sein bisheriges Werk und insbesondere für die Illustration von "Jetzt geht’s los" (Beltz & Gelberg 2025). Das Preisgeld in Höhe von 5.000 Euro wird von der Treuhandstiftung Uwe Lüders ausgelobt.

In der Jury-Begründung heißt es: "Seit Ende der 90er Jahre erschafft Philip Waechter Bilderbücher, Kindercomics, Kalenderblätter und Illustrationen zu Kinderromanen. Sein aktuelles Buch erfüllt, was wir von einem Wimmelbuch erwarten dürfen: ein großes, sehr vergnügliches Such- und Findespiel, gekonnt und freudvoll gezeichnet. Das Prinzip ist nicht neu, aber diese Umsetzung! Mit unendlich viel Einfallsreichtum in Szene gesetzt, erzeugt Philip Waechter in eleganten Zeichnungen dieses umtriebige Miteinander von Individuen, so unterschiedlich wie die Welt selber. Der Reichtum des Buches ist immer unterfüttert mit dem Boden von Sicherheit und Vertrauen, den jedes Kind, jeder Mensch mitbekommen sollte, um die Klippen des Alltags umschiffen zu können. So wie in all seinen Büchern, die den Grundton grundsätzlicher Freundlichkeit und Zuversicht ausstrahlen – ganz kitschlos und ganz großartig gezeichnet. Wir gratulieren!'"

Cover von "Jetzt geht’s los"

Cover

Philip Waechter, geboren 1968 in Frankfurt am Main, studierte Kommunikationsdesign an der Fachhochschule Mainz. Seither arbeitet er für verschiedene Buchverlage und hat schon viele preisgekrönte Bücher veröffentlicht. Er ist Gründungsmitglied der Frankfurter Ateliergemeinschaft LABOR, die die berühmten "Kinder Künstlerbücher" sowie das Bilder-Lesebuch "Ich so du so", das für den deutschen Jugendliteraturpreis nominiert wurde, veröffentlicht. Philip Waechter wird gerne als "Deutschlands Meisterillustrator" (FAZ) bezeichnet, so die Mitteilung.

Mit der Preisvergabe ist eine Ausstellung mit Werken des Preisträgers in der Galerie im Glockenhof in Lüneburg verbunden, die vom 30. April bis einschließlich 18. Juni 2026 läuft. Im Rahmen der Ausstellung werden Veranstaltungen mit Philip Waechter und Führungen für Schulklassen angeboten.

Der Jury zur Preisvergabe gehören an: Die Journalistin und Kinder- und Jugendbuchexpertin Christine Knödler aus München, der Comic-Experte Jakob Hoffmann aus Frankfurt/Main und die Hamburger Illustratorin Sabine Wilharm. Bisherige Preisträgerinnen waren Josephine Mark (2023), Lena Winkel (2024) und Nadia Budde (2025).

Die Preisverleihung findet Ende April statt, die Ausstellung wird von der Sparkassenstiftung Lüneburg in der Galerie im Glockenhof (Zugang über das Café im Glockenhof, Große Bäckerstr. 17a, Eingang Glockenhof, 21335 Lüneburg) ausgerichtet.

Zum Preis:

Mit dem Uwe Lüders Preis werden in Deutschland lebende Illustratorinnen und Illustratoren ausgezeichnet, die ihren Schwerpunkt im Bereich Kinder-/ Jugendbuch haben und eine aktuelle literarische Buchveröffentlichung vorweisen, deren Bildsprache besonders eindrucksvoll ist. Dabei kann es sich um ein Werk mit eigenem Text handeln oder um die Illustration eines fremden Textes (deutschsprachig).

Auf der Nominierungsliste standen außerdem Hannah Brückner mit "Kolossale Katastrophe", Anna Gusella mit "Schnupperbunt", Anna Haifisch mit "Die Grille in der Geige", Regina Kehn mit "Einmal kurz nicht aufgepasst", Franziska Ludwig mit "Kennen wir uns? Unsere geheimen Gemeinsamkeiten", Jörg Mühle mit "Das war doch keine Absicht!", Michael Roher mit "Das Buch der Anfänge" (Autor: Heinz Janisch) und Susanne Straßer mit "Rutsch doch, Dachs!".