Auszeichnung

Jugendbuchpreis für Nils Mohl

4. März 2026
Redaktion Börsenblatt

Nils Mohl wird für seinen Roman "Engel der letzten Nacht" (Rotfuchs) mit dem Katholischen Kinder- und Jugendbuchpreis 2026 prämiert. Die Jury würdigt damit ein Jugendbuch, das von Identität, Freundschaft und der großen Unsicherheit beim Übergang ins Erwachsenenleben erzählt.

Cover des preisgekrönten Buchs

Cover des preisgekrönten Buchs

Das teilte die Deutsche Bischofskonferenz mit, die den Preis vergibt. Preisträger Nils Mohl sagt: "Erfolge machen Spaß – und meist beflügeln sie auch. Schriftsteller brauchen Publikum. Wer nicht gelesen wird, kann nicht veröffentlichen. Die Jury des Katholischen Kinder- und Jugendbuchpreises ist exzellent besetzt. Ein solches Spezialpublikum ist natürlich erst einmal klein, aber trotzdem ein Glück. Weil dieses Publikum dafür sorgt, dass sich ein bisschen herumspricht, was diesem Publikum besonders gut gefällt."

Der Katholische Kinder- und Jugendbuchpreis wird seit 1979 verliehen und ist mit 8.000 Euro dotiert. Unter dem Vorsitz von Weihbischof Robert Brahm (Trier) hat die Jury 147 vorgeschlagene Bücher von 47 Verlagen gesichtet. Daraus hat sie eine Empfehlungsliste von 15 Kinder- und Jugendbücher erstellt. Diese Bücher greifen Themen auf, die für das Zusammenleben wichtig sind, vermitteln christliche Werte und fördern gegenseitiges Verständnis. Der Preis zeichnet Titel aus, die Orientierung geben, verbinden und einen Beitrag zu einem respektvollen und demokratischen Miteinander leisten. Die Preisverleihung findet am 7. Mai 2026 in Paderborn statt.

Hamburg bei Nacht

In seinem nicht linear geschriebenen Jugendroman "Engel der letzten Nacht" erzähle Nils Mohl die Geschichte des Abiturienten Kester, der keine Vorstellung von seiner Zukunft hat und auf der Suche nach der ultimativen Erfahrung ist. Danach könne es in seiner Vorstellung kein Weiterleben geben und so bleibe für Kester nur der Suizid als logischer Schluss. Der Roman erzähle sehr verdichtet von dieser einen Nacht, in der Kester das Leben anderer Menschen beeinflusse und so in sein Leben findet. Schauplatz der Erzählung ist Hamburg bei Nacht, rund um den begrünten Hochbunker in St. Pauli. Der Club im Bunker ist das Sinnbild der Erfüllung aller Sehnsüchte.

"Bücher haben mich neugieriger gemacht auf Menschen und das Leben, und sie haben meine Ansprüche an mich selbst nach oben geschraubt. Schön wäre ja, wenn mein Buch, in dem einen oder anderen Fall auch einen kleinen Beitrag leisten könnte, dass solche Dinge passieren", sagt der Autor. Das Buch ist für Leserinnen und Leser ab 15 Jahren geeignet.

Zum Preisträger:

Nils Mohl wurde 1971 in Hamburg geboren, wo er als freier Schriftsteller und Drehbuchautor arbeitet. Er schreibt Romane und Gedichtbände für Kinder, Jugendliche und Erwachsene. 

Für seinen Jugendroman "Es war einmal Indianerland" erhielt er 2012 den Deutschen Jugendliteraturpreis. 2024 wurde Nils Mohl für sein Werk mit dem James Krüss Preis für internationale Kinder- und Jugendliteratur ausgezeichnet. 

Empfehlungsliste:

Zur Empfehlungsliste 2026 der Jury geht es: hier