Marie-Janine Calic erhält den Preis für "Balkan-Odyssee, 1933–1941. Auf der Flucht vor Hitler durch Südosteuropa" (C.H. Beck)
Begründung der Jury:
"Südosteuropa ist bislang in der Exilforschung kaum beachtet – Marie-Janine Calic schließt eine Lücke mit diesem eindrucksvollen Werk. In ihrer breiten und akribischen Recherche erzählt sie die wechselvolle Geschichte der Balkanroute anhand vieler Einzelschicksale. Ob jüdisch, homosexuell oder kommunistisch – neben einigen prominenten Namen sind es vor allem die Schicksale der einfachen Leute, denen Marie-Janine Calic so ein Denkmal setzt. Anhand dieser Biografien erzählt Marie-Janine Calic Weltgeschichte. Sie erschließt politisch-historische Zusammenhänge und zeigt den Balkan als Region der Hoffnung und des Übergangs."
Die Autorin:
Marie-Janine Calic ist Professorin für Geschichte Ost- und Südosteuropas an der Ludwig-Maximilians-Universität München. Sie war als Politische Beraterin u. a. am Internationalen Strafgerichtshof für das ehemalige Jugoslawien in Den Haag tätig. Unter ihren zahlreichen Publikationen sind u. a. die Monografien "Südosteuropa. Weltgeschichte einer Region" (C.H. Beck, 2016) und "Geschichte Jugoslawiens im 20. Jahrhundert" (C.H. Beck, 2010).