Monika Zeiner für besten zweiten Roman geehrt
Der mit 5.000 Euro dotierte Preis "Der zweite Roman" 2026 geht an die Schriftstellerin Monika Zeiner. Für dieses Buch wird sie ausgezeichnet.
Monika Zeiner
Der mit 5.000 Euro dotierte Preis "Der zweite Roman" 2026 geht an die Schriftstellerin Monika Zeiner. Für dieses Buch wird sie ausgezeichnet.
Monika Zeiner
Monika Zeiner erhält den Preis Der zweite Roman für ihren Zweitling "Villa Sternbald oder Die Unschärfe der Jahre" (dtv), das hat die Jury entschieden. Die feierliche Preisverleihung findet am 5. September um 20 Uhr im Hotel Louis C. Jacob im Rahmen der Herbstlese Blankenese statt, so die Mitteilung.
Das zweite Buch gilt als die schwierigste Bewährungsprobe im literarischen Leben. Aus dieser Überlegung heraus initiierte Christian Voß in Zusammenarbeit mit Rainer Moritz den Literaturpreis Der zweite Roman, der ein vielversprechendes erzählerisches Werk nach dem Debüt auszeichnen und fördern soll.
Der mit 5.000 Euro dotierte Preis wird in diesem Jahr für einen zweiten Roman aus den Jahren 2024, 2025 oder der ersten Jahreshälfte 2026 vergeben.
Stifterin des Preises ist die Christian und Ursula Voß Stiftung. Die Jury bilden:
2013 debütierte Monika Zeiner aufsehenerregend mit "Die Ordnung der Sterne über Como". Elf Jahre später, 2024, ließ sie mit "Villa Sternbald oder Die Unschärfe der Jahre" (beide dtv) einen Roman folgen, der souverän ein vom 19. Jahrhundert bis in unsere Gegenwart reichendes Panorama entfaltet, heißt es in der Begründung. Erzählt wird die Geschichte der fränkischen Unternehmerdynastie Finck. Als Nikolas, das schwarze Schaf der Familie, in die Villa Sternbald zurückkehrt, enthüllt er nach und nach, dass sich der Aufschwung der Fincks vor allem üblen Machenschaften verdankte – als eine befreundete jüdische Familie Mitte der 1930er-Jahre Deutschland verlassen musste und die Fincks deren Besitz zu einem Spottpreis übernahmen.
Klug, literarisch versiert und mit Sinn für Humor erzähl Zeiner von skrupellosem Opportunismus und schuldig gewordenen Mitläufern. So gelinge ihr ein ganz eigenständiger, hochaktueller Familienroman, der überzeugend veranschaulicht, dass es geschichtliche Abgründe gibt, die nicht oft genug erzählt werden können.