Der Literaturpreis der Europäischen Union (EUPL) hat erneut die vielversprechendsten literarischen Stimmen des Kontinents ins Rampenlicht gerückt. Am 29. Mai gab der EUPL im Rahmen der Internationalen Warschauer Buchmesse die Preisträgerin 2026 sowie zwei besondere Erwähnungen bekannt, teilen die Veranstalter des EUPL mit.
Die diesjährige Preisträgerin, Dora Kaprálová aus Tschechien, wurde aus einer Auswahlliste von 14 herausragenden Autorinnen und Autoren ausgewählt, die jeweils ein an der Ausgabe 2026 teilnehmendes Land vertreten: Armenien, Kroatien, Zypern, Tschechien, Estland, Finnland, Frankreich, Kosovo, Liechtenstein, Luxemburg, Moldawien, Montenegro, Nordmazedonien und Schweden.
Der Siegertitel "Mariborská hypnóza" verbinde das Leben einer Fliege, den Illusionisten und Hypnotiseur Leo Svengali und seine Geliebte und Assistentin Elis sowie Reflexionen über Magie, das Schreiben und die Kraft der Illusion. Als spritziger, fragmentarischer Reiseführer durch eine fremde Stadt konzipiert, nimmt die Novelle die entwaffnende Perspektive einer gewöhnlichen Stubenfliege ein – ein scheinbar unbedeutender, fast schwereloser Beobachter. Doch aus dieser bescheidenen Perspektive entfalte sich ein Text von bemerkenswerter Dichte und Resonanz, hieß es zur Nominierung des Titels. Vor allem aber sei es eine poetische Reflexion über Liebe, Glauben und Hoffnung in einer unsicheren Welt.