Kröner erhält Verlagspreis Literatur des Landes Baden-Württemberg 2026

"Das Alte weitertragen und das Neue in die Welt bringen"

8. Juli 2026
Redaktion Börsenblatt

Das Programm des Alfred Kröner Verlags wird mit dem Verlagspreis Literatur des Landes Baden-Württemberg ausgezeichnet. Er ist mit 12.500 Euro dotiert und wird bei den Baden-Württembergischen Literaturtagen am 20. September in Bad Mergentheim übergeben.

Vorschauen des Alfred Kröner Verlags

Vorschauen des Alfred Kröner Verlags

In der Jurybegründung heißt es: "Der Alfred Kröner Verlag steht für eine verlegerische Haltung, die Tradition als lebendige Grundlage versteht und Innovation nicht als Trend, sondern als langfristige Verpflichtung gegenüber Literatur und Öffentlichkeit." Der Verlag erfülle dabei zwei zentrale Aufgaben des Verlegens gleichermaßen überzeugend: das Alte weitertragen und das Neue in die Welt bringen. Dabei begleite der Verlag literarische Stimmen über lange Zeiträume, ermögliche literarische Kontinuität und Entwicklung jenseits kurzfristiger Marktlogiken.

Neşe Erikli, Staatssekretärin im Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst, sagte: "Der Alfred Kröner Verlag zeigt, wie sich Tradition und Aufbruch erfolgreich verbinden lassen. Er bewahrt das literarische Erbe und bringt zugleich neue Stimmen, internationale Literatur und zeitgenössische Perspektiven zu den Leserinnen und Lesern. Verlage machen unsere Demokratie und unsere Kultur stärker. Sie geben Autorinnen und Autoren eine Stimme, stoßen gesellschaftliche Debatten an und eröffnen neue Blickwinkel. Gerade in Zeiten, in denen Desinformation und Polarisierung zunehmen, brauchen wir starke unabhängige Verlage."

Die Auszeichnung und die Jury

Der mit 12.500 Euro dotierte Verlagspreis Literatur des Landes würdigt unabhängige Verlage mit einem besonderen literarischen Schwerpunkt. Bisherige Preisträger waren die Verlage Edition CONVERSO, danube books Verlag, kunstanstifter Verlag, Verlag Das Wunderhorn, Klöpfer & Meyer, Verlag Ulrich Keicher, der Legueil Verlag, Jürgen Schweier Verlag, persona verlag, Ithaka Verlag, Info-Verlag, Drey-Verlag, Verlag Urs Engeler Editor, konkursbuch Verlag Claudia Gehrke, Derk Janßen Verlag und Diwan Hörbuchverlag.

Der Jury gehörten in diesem Jahr Tom Erben (Börsenverein des Deutschen Buchhandels, Landesverband Baden-Württemberg), Dr. Jörg Ennen (Württembergische Landesbibliothek Stuttgart), Carolin Callies (Ladenburger Literaturtage), Matthias Walz (Literarische Gesellschaft Karlsruhe) und Heidemarie Schlenk (jos fritz Buchhandlung Freiburg) an. 

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