Wissenschaftsverlage

Duncker & Humblot übernimmt Profil

18. Mai 2026
Redaktion Börsenblatt

Zum 1. Juni übernimmt der Berliner Wissenschaftsverlag Duncker & Humblot das Programm des Münchner Profil Verlags. Bestellungen von Profil-Titeln sind ab sofort direkt an Duncker & Humblot zu richten.

Das teilte Duncker & Humblot mit. Der 1983 gegründete Profil Verlag hat sich ein breites Programm in den Kultur- und Sozialwissenschaften aufgebaut. Thematische Schwerpunkte bilden die Logotherapie und Existenzanalyse nach Viktor Frankl und Elisabeth Lukas, die Soziologie – insbesondere mit Werken von und zu dem Begründer des Fachs, Ferdinand Tönnies –, die Tourismus- und Freizeitwissenschaften sowie die Technik- und Wissenschaftsforschung.

"Wir freuen uns über den substanziellen Zuwachs in unserer Backlist und über eine Reihe spannender Projekte, die wir im D&H-Programm weiterführen werden. Die Wissenschaftscommunity darf sich zudem auf die digitale Verfügbarmachung der Profil-Inhalte freuen – darunter die soeben abgeschlossene, 50-bändige Klagenfurter Tönnies-Werkausgabe", so Andreas Reckwerth, Verlagsdirektor von Duncker & Humblot.

"In Zeiten, die für kleinere spezialisierte Wissenschaftsverlage immer schwieriger werden, ist dies eine hervorragende Lösung, wertvolle Grundlagenliteratur zu erhalten und auch auszubauen", ergänzt H. Jürgen Kagelmann, Verleger des Profil Verlags.

Die Auslieferung des Print-Programms übernimmt Duncker & Humblot offiziell ab dem 1. Juni 2026. Bestellungen sind jedoch ab sofort an den Berliner Verlag zu richten. In der Übergangszeit könne es vereinzelt zu längeren Lieferzeiten kommen.

 

Im 1798 gegründeten Verlag Duncker & Humblot erscheinen nach eigenen Angaben derzeit jährlich ca. 300 wissenschaftliche Monographien bzw. Sammelbände in mehr als 150 Schriftenreihen sowie 25 wissenschaftliche Zeitschriften und Jahrbücher. Das Programm umfasst mehr als 17.000 lieferbare Titel sowie über 12.000 E-Books zu den Fachgebieten Rechts- und Staatswissenschaften, Wirtschafts- und Sozialwissenschaften, Geschichte, Politikwissenschaft, Literaturwissenschaft, Philosophie.