Der Karl-May-Verlag in Bamberg soll verkauft werden. Geschäftsführer Bernhard Schmid, seit 2007 alleiniger Gesellschafter des Hauses, sucht nach einer Nachfolge für den mehr als 100 Jahre alten Verlag. Schmid arbeitet seit fast 35 Jahren für den Verlag und will frühzeitig, bevor er sich in den Ruhestand verabschiedet, sicherstellen, dass der Verlag eine Zukunft in guten Händen hat.
"Ich möchte, dass der Verlag im Sinne Karl Mays weitergeführt wird", wie er dem Börsenblatt verrät. Es gebe keinen Autor, dessen Werke sich seit mehr als einem Jahrhundert so erfolgreich am Markt halten. Dem Verlag selbst gehe es finanziell gut. "Wir sind ein sehr gesundes Unternehmen", erklärt Schmid.
Der Karl-May-Verlag verlegt nahezu ausschließlich die Werke seines Namensgebers Karl May. Besonders bekannt sind die Abenteuerromane um Winnetou und Old Shatterhand sowie seine Reisegeschichten.
Gegründet wurde der Verlag ein Jahr nach Mays Tod 1913 im sächsischen Radebeul; an der Entstehung waren auch Personen aus dem Umfeld des Autors beteiligt, darunter seine Witwe als Rechteinhaberin. Später zog der Verlag nach Bamberg, wo er seit 1960 ansässig ist. Schmid ist 64 Jahre alt; sein Großvater gehörte zu den Mitgründern des Verlags.