Non-Books bei Droemer

Mehrwert statt Masse

28. Mai 2026
Sabine van Endert

Droemer baut in diesem Frühling sein Non-Book-Sortiment aus. Mit Themenwelten, Qualitätsanspruch und Blick auf den Buchhandel.

Kalender und non-Boks liegen auf einem grauen Tisch

Neu im Frühjahr: bestickte Notizbücher und Kalender. Und für Schulkinder gehäkelte Anhänger, die Mut machen sollen

Wenn man von Non-Books bei Droemer Knaur spricht: Welcher Verlag ist dafür in der Gruppe eigentlich zuständig?

Astrid Iffland: Man muss innerhalb der Verlagsgruppe unterscheiden. Julia Eis und ich sprechen vor allem für die Geschenk­verlage, also für Groh, Pattloch und Elma van Vliet. Dort sind Non-Books je nach Produkt und Zielgruppe angesiedelt. ­Droemer selbst entwickelt daneben eigene Non-Books, vor allem Merchandise zu bekannten Autorinnen und Autoren. 

Was macht Droemer beim Non-Book neu?

Iffland: Es geht uns um Geschenkartikel mit Synergieeffekt. Wir wollen keine Alternative zum Buch schaffen, sondern Möglichkeiten, den Buchkauf emotional abzurunden.
Julia Eis: Uns ist wichtig, dass wir mit den Non-Book-Themenwelten die Bücher ergänzen. Im Idealfall kauft die Kundin oder der Kunde das Buch und nimmt das passende Geschenkprodukt zusätzlich mit. 

Auf welche Non-Books der aktuellen Kollektion sind Sie besonders stolz?

Eis: Highlights sind unsere bestickten Notizbücher und die gehäkelten kleinen Mutmacher für die Schule.
Der Non-Book-Markt ist gut besetzt. Welche Lücke wollen Sie schließen?
Eis: Wir möchten dem Handel kuratierte Buch- und Geschenkwelten aus einer Hand anbieten. Das erleichtert den Einkauf und die Präsentation am Point of Sale. Buchhandlungen können unsere Themenwelten übernehmen, aber natürlich auch mit eigenen Sortimenten kombinieren. 

Was macht zum Beispiel die Notizbücher aus Ihrer Sicht besonders?

Eis: Sie sind hochwertig, haben ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis und lassen sich sehr schön in eine Themenwelt einbinden. Gleichzeitig sehen wir bei dieser Produktform die Chance, dass sie länger im Sortiment bleiben kann – idealerweise über eine einzelne Saison hinaus. 

Gibt es Produktgruppen, die Sie bewusst ausschließen?

Eis: Lebensmittel würden wir nicht ins Programm nehmen, das ist logistisch zu aufwendig. Außerdem sind wir vorsichtig bei Produkten, die es bereits in riesigen Mengen und zu sehr niedrigen Preisen 
gibt, wie zum Beispiel Tassen. Und trotzdem kann eine Tasse funktionieren, wenn sie durch Gestaltung und Botschaft einen eigenen Mehrwert bekommt. 

Frau Iffland, Sie haben auch den Qualitätsanspruch betont. 

Iffland: Günstige Geschenkprodukte gibt es in großer Zahl, auch außerhalb der Buchbranche. Wir wollen eine hohe ­gestalterische und produktionstechnische Qualität zu einem fairen Preisniveau.
 

Julia Eis und Astrid Iffland nebeneinander im Porträt

Julia Eis, Verlagsleitung Programm Geschenkverlage Droemer Knaur und Astrid Iffland, Vertriebsleitung Geschenkverlage, Verlagsgruppe Droemer Knaur (von links)

Mit Börsenblatt Plus ins Branchengeschehen eintauchen

Sie wollen diesen B+-Artikel weiterlesen?
Nutzen Sie unsere B+-Angebote ab 5 €/Monat:.

Mit B+ haben Sie Zugriff auf alle Plus-Artikel sowie auf das aktuelle E⁠-⁠Paper und das Heft-Archiv seit 2019.

Börsenvereinsmitglieder und Abonnierende des Print-Heftes können B+⁠-⁠Inhalte ohne zusätzliche Kosten nutzen. Mehr dazu hier.

Um B+ zu abonnieren/nutzen, müssen Sie sich bei Börsenblatt Online registrieren.