Zum Jahreswechsel hat Rudolph Druck den Verlag Ph.C.W Schmidt, der im Februar 2028 auf eine 200-jährige Tradition zurückblicken kann, als Imprint im Abverkauf mit Ausnahme einiger weniger Titel übernommen. Der Verlag ist auf hochwertige wissenschaftliche Werke, besonders aus dem Bereich der (fränkischen) Geschichte spezialisiert. "Unveränderte Nachdrucke laufen weiter unter Schmidt, Neuauflagen überführen wir in die Edition Wort & Wert", erläutert Verlagsleiterin Christine Pabel auf Anfrage. Diese wurde Anfang des Jahres neu gegründet. Zudem erscheinen neue Titel ab diesem Jahr in der Edition Wort & Wert. Der Schwerpunkt der Edition werde auf "qualitativ hochwertigen Publikationen und Reihen aus dem geschichtswissenschaftlichen Bereich liegen, auch weil wir vielen Herausgebern und Autoren des Verlags Ph.C.W. Schmidt eine neue Heimat bieten konnten." Eine Ausweitung des Verlagsprogramms sei geplant, neue Autoren seien jederzeit willkommen.
Den neuen Geschäftszweig baut Pabel auf. Sie war zuvor seit 16 Jahren, zuletzt in leitender Position, beim Verlag Ph.C.W. Schmidt tätig und wechselte zusammen mit einer weiteren Mitarbeiterin zu Rudolph Druck. Ziel sei es, "das Druckereigeschäft um Verlagsleistungen zu erweitern, die Arbeit und die Bedeutung des Verlags Ph.C.W. Schmidt weiterzuführen." Geschäftsführer des Verlags ist Veit Rudolph. Da alle Leistungen aus einem Haus angeboten werden, würden auch Mitarbeiter:innen von Rudolph Druck teils eng mit dem Verlag zusammen- bzw. im Auftrag des Verlags arbeiten. In Kooperation mit Rudolph Druck könne die Gesamtpalette an Verlagsleistungen geboten werden: "Korrektorat, ISBN-Vergabe, Vertrieb, Lagerung, Rechnungs- und Mahnwesen, Inkasso und Versandaktionen – alles aus einem Haus", so Christine Pabel.
Daneben gibt es noch die 2005 gegründete Ph.C.W. Schmidt Dienstleistungsgesellschaft, die nicht von Rudolph Druck übernommen wurde. Hier ist Hans Karl Friedrich Schmidt Geschäftsführer. Das Unternehmen vermittelt Druckaufträge und arbeitet hier eng mit Rudolph Druck zusammen. Zudem führe Schmidt weiterhin seinen Verlag mit reduzierten Titeln.