Begründet wird die Entscheidung durch CEO und Verleger Jürgen Welte mit der Neuausrichtung der Frankfurter Buchmesse und der Neuzuweisung der Ausstellungsflächen. "Wir haben uns entschieden, 2026 nicht mehr als Aussteller mit eigenem Stand in Frankfurt vertreten zu sein", so Welte. Der CEO hätte sich bei der Neuausrichtung der Messe eine enge Zusammenarbeit mit den Verlagen und dem Buchhandel gewünscht. Die finanziellen Mittel, die man durch den Verzicht auf den Messeauftritt einspare, werde man direkt in die Stärkung des unabhängigen Buchhandels und in die Förderung des buchhändlerischen Nachwuchses investieren. Konkret bedeute das unter anderem, dass der Verlag regionale Werbekampagnen für den unabhängigen, kleinen und mittelständischen Buchhandel oder Veranstaltungen vor Ort finanzieren wolle.
Zudem werde die Verlagsgruppe ein HarperCollins Stipendium auflegen, mit dem junge Talente im Buchhandel gefördert werden sollen. Dafür stelle man jährlich 25.000 Euro zur Verfügung und unterstütze zehn unabhängige, kleine und mittelständische Buchhandlungen, die ihre Auszubildenden nach erfolgreichem Abschluss in ein festes Arbeitsverhältnis übernommen haben. Das Preisgeld von je 2.500 Euro fließe direkt an die Buchhandlung und sei zweckgebunden für die gezielte Weiterbildung, Förderung und Qualifizierung der jungen Kolleginnen und Kollegen.
Darüber hinaus fördere man jährlich mit einem einmaligen Betrag von 10.000 Euro eine Buchhändlerin oder einen Buchhändler beim Schritt in die berufliche Selbstständigkeit, sei es durch die Übernahme oder die Neueröffnung einer Buchhandlung.