Dramatische Lage der Literaturhäuser

"Was weg ist, wird nicht zu rekonstruieren sein"

8. Januar 2026
Redaktion Börsenblatt

Die "Welt" berichtet über die angespannte Lage vieler deutscher Literaturhäuser. Mehrere Einrichtungen stehen finanziell unter Druck – darunter auch das Literaturhaus Leipzig, über dessen drohendes Aus das Börsenblatt bereits informiert hat.

Bild

Laut "Welt" sind in Deutschland, Österreich und der Schweiz insgesamt 17 Literaturhäuser im Netzwerk organisiert. Sie veranstalten Lesungen, Diskussionen, Ausstellungen und Schreibwerkstätten. Viele dieser Programme werden mit kleinen Teams und knappen Budgets gestemmt. Besonders deutlich wird das in Leipzig, wo laut Bericht von "Welt"-Feuilleton-Redakteur Marc Reichwein 205.000 Euro fehlen und damit ein bisher "agiles Programm" gefährdet ist.

Hauke Hückstädt, Sprecher des Netzwerks der Literaturhäuser, wird mit den Worten zitiert: "Deutschland, Österreich und Schweiz sind Weltmarktführer für die Vermittlung von Büchern auf Podien." Er warnt außerdem: "Was weg ist, wird nicht zu rekonstruieren sein." Die Welt macht zudem klar, dass Literaturhäuser mehr Unterstützung brauchen. Ohne zusätzliche Hilfe, so die indirekte Aussage, könnten wichtige Orte des literarischen Austauschs dauerhaft verloren gehen.