Penguin Random House klagt ja gegen OpenAI, das war das Thema in unserer letzten Ausgabe. Jetzt gibt es neue Einblicke aus der Rechtsperspektive. Rainer Dresen, der Justiziar der Verlagsgruppe, hat getestet, wie schnell ChatGPT Inhalte aus "Der kleine Drache Kokosnuss" reproduziert.
Das Ergebnis ist verblüffend. Mit nur ein paar einfachen Befehlen hat die KI in nur 60 Minuten ein fertiges KI-Buch ausgespuckt. Wir reden hier von 8 Farbtafeln und 20 Seiten Text, bereit zum Hochladen bei Amazon. Dresen stellt fest, das sei eindeutig kein bloßer Zufall und keine Inspiration. Die KI hat aber nicht nur den Stil und die Inhalte kopiert.
Sie hat auch ungefragt den Namen des Nutzers aufs Cover gesetzt, eine Autorenvita erfunden und gleich noch den Sternfunke Verlag dazu. Die Forderung der Verlagsgruppe ist deshalb klar: Diese Art der Reproduktion ist unzulässig. KI-Unternehmen sollen ihre Trainingsdaten transparent machen und Lizenzen für geschützte Werke einholen.
Das ganze Interview dazu findet ihr auf boersenblatt.net.