CartoTravel-Belegschaft protestiert vor ADAC-Zentrale

25. Juni 2007
Redaktion Börsenblatt
Die Mitarbeiter des ADAC-Tochterverlags CartoTravel demonstrierten heute ab 12 Uhr vor der Münchner ADAC-Zentrale gegen die Verkaufspläne. Wie gemeldet fürchten rund 150 Mitarbeiter des Bad Sodener Verlags um ihre Arbeitsplätze. Nach Informationen des BÖRSENBLATTS soll die Entscheidung über einen Verkauf am kommenden Donnerstag fallen.
Der ADAC Verlag hat offiziell bislang nur bestätigt, dass ein "strategischer Partner“ für den CartoTravel Verlag gesucht werde. Zum Grund des Verkaufs und mögliche Folgen für die Mitarbeiter wollte sich Geschäftsführer Ralf Ueding bisher nicht äußern. Der Nachrichtenagentur dpa sagte Ueding, dass ein Partner gesucht werde, der Kartografie und Dienstleistungen für den ADAC erbringen solle. Es sei nicht auszuschließen, dass es zu einem Arbeitsplatzabbau komme, so Ueding. Dies wäre aber auch der Fall, wenn das Unternehmen unter dem Dach des ADAC bleibe. Marktführer MairDumont, der als Kaufkandidat gehandelt wird, lehnte eine Stellungnahme bislang ebenfalls ab. Die CartoTravel-Belegschaft will durch die persönliche Übergabe einer Unterschriftenliste an den ADAC am heutigen Montag seiner Forderung Nachdruck verleihen, die anstehende Verkaufsentscheidung noch einmal zu überdenken. Wie brisant der Vorgang ist, zeigen auch die Leser-Reaktionen auf die Meldung auf boersenblatt.net aus der vergangenen Woche: Bislang sind mehr als 90 Kommentare von Lesern und Betroffenen eingegangen. DOI: 10.1391/BBL-Online.20070625-cartotravel