Selbst E-Books können inzwischen beim Umblättern rascheln. Und Ihr Papierparfüm wird mittlerweile unter Sammlern zu Preisen zwischen 350 und 1 900 Euro gehandelt. Ist das nur nostalgische Spielerei? Oder ist Papier unersetzbar?
Papier ist unersetzbar. Als Speichermedium für Informationen überdauert es Jahrhunderte, und die Haptik, der Geruch und die Optik sind im Vergleich zur Oberfläche von Smartphones oder Tablets unschlagbar. Ich spüre geradezu, dass es aktuell eine Renaissance luxuriöser Papiere gibt, die die Buchbranche beflügeln wird. Leider sind diese Papiere aber auch sehr teuer.
Was ist Ihr Traumpapier?
Mein Traumpapier ist seit 50 Jahren »Somerset Book White« der englischen Papierfabrik St Cuthberts Mill. Das aus 100 Prozent Baumwollfasern bestehende Papier wird seit 1700 nach dem gleichen Prinzip gefertigt.
Sie haben die Zusammenarbeit mit dem Papierhersteller Cordier angesprochen. Welches Papier muss denn erst noch entwickelt werden?
Ich träume davon, dass es irgendwann eine kleine Papiermaschine gibt, mit der man wie mit einem 3-D-Drucker sein eigenes Papier für die schönsten Bücher individuell im Homeoffice produzieren kann. Dann sind der Kreativität und Vielfalt keine Grenzen mehr gesetzt.