Die Spendenaktion lief von 6. März bis 15. Mai 2026 über das Konto des Sozialwerks des Deutschen Buchhandels mit dem Stichwort "Auszeichnung". In diesem Zeitraum sind insgesamt 81 Spenden in unterschiedlicher Größenordnung eingegangen, angefangen von 10 Euro. Gespendet haben Privatpersonen, Buchhandlungen, Verlage, Autoren und Autorinnen sowie Branchen-Dienstleister. "Das ist ein wirklich gutes Zeichen der Solidarität in unserer Branche", sagt Initiatorin Theresa Donner, die allen Spendern und Spenderinnen für die Unterstützung dankt. "Erwähnen möchte ich an dieser Stelle auch das besondere Engagement der Verlagsgruppe Penguin Random House, die mit einer großzügigen Spende von 7.000 Euro einen großen Beitrag zur gesamten Spendensumme geleistet hat und die zur Leipziger Buchmesse eine Landingpage gestartet hat, die zusätzlich um Spenden warb."
Die drei vom Deutschen Buchhandlungspreis ausgeschlossenen Buchhandlungen können das Geld auch nutzen, um die weiteren rechtlichen Schritte und Prozesskosten zu stemmen. Sie hatten gegen die Entscheidung des Kulturstaatsministers geklagt. Nach dessen Aussagen hatten "Fachbeamte, die sich in der Buchhandlungsszene sehr gut auskennen, grundsätzliche Zweifel an der Preiswürdigkeit" der drei Buchhandlungen gehabt und über das Innenministerium beim Verfassungsschutz nachgefragt, der mitgeteilt habe, dass "hier etwas Ernsthaftes" vorliegen würde. "Die Öffentlichkeit soll erfahren, was die angeblichen Fachbeamten zur Infragestellung der Entscheidung der Jury qualifiziert und was das 'Ernsthafte' sein soll, was angeblich vorliegt", hatte Sven Adam, Anwalt der Buchhandlung Rote Straße gefordert.
Für die drei Buchhandlungen sind die Spenden jetzt auf einem Sonderkonto des Sozialwerks abrufbereit. "Wir Ehrenamtlichen vom Sozialwerk des Deutschen Buchhandels haben uns gern zur Unterstützung der Initiative von Theresa Donner zur Verfügung gestellt", sagt Geschäftsführerin Carola Markwa. "Seit mehr als 190 Jahren erleben wir regelmäßig die große Solidarität in unserer Buchbranche für unsere Kolleginnen und Kollegen." Markwa dankte "allen. die dabei waren und uns im laufenden Jahr für unsere tägliche Arbeit im Sozialwerk weiter unterstützen."
Mehr zum Hilfsfond der Buchbranche finden Sie hier. Sozialwerk des Deutschen Buchhandels - Börsenverein