Er habe das Thriller-Genre in Deutschland neu erfunden, so Ulrike Altig. Was vor 20 Jahren mit einer Erstauflage von 4.000 Exemplaren begann, ist heute eine der größten Erfolgsgeschichten. 21 Millionen Bücher hat Sebastian Fitzek verkauft, Übersetzungen in 36 Sprachen liegen vor, 147 Wochen war er auf Platz 1 der Charts: Für diese Leistung hat Media Control erstmals den Diamant-Award vergeben. "Das ist eine unglaubliche Auszeichnung", freute sich Fitzek. Und sagte in Richtung Publikum: "Hier sitzen Menschen, die gekommen sind wegen der Bücher. Bücher, die mit menschlicher Intelligenz gemacht sind." Fitzek dankte der gesamten Buchgemeinschaft, ganz besonders auch den Buchhändler:innen, für sie alle nehme er stellvertretend diesen Award entgegen.
Mit Fitzek ging Moderatorin und Sängerin Kim Fisher ins Gespräch, die beiden haben schon gemeinsam Talkshows moderiert und kennen sich gut. Für Fitzek ist Langeweile die Basis von Kreativität. "Langeweile füllen wir mit Geschichten und Träumen." Es sei jedoch ein großes Problem, dass es heute kaum noch Langeweile gebe. Wenn er an einem Buch schreibt, dann versucht Fitzek, möglichst wenig andere Termine wahrzunehmen. "Ich bin morgens pünktlich am Schreibtisch, aber die Muse ist manchmal noch nicht da". Sechs bis sieben Fassungen erstellt er, bis ein Buch fertig ist. Im Laufe des Prozesses könne sich vieles ändern.
Ob er ein Weichei sei oder hartgesotten, weil er so viel Grausames schreibe, wollte Fisher wissen. "Ich habe vor allem Angst", lachte Fitzek, "und von XY, das ich als Kind immer gesehen habe, bin ich traumatisiert".