Filip Vojtech, Einzelhandelsexperte im Bereich Geomarketing von NielsenIQ, erklärt: "Nord- und westeuropäische Länder dominieren die oberen Plätze des Rankings. Gleichzeitig liegen einige der volumenstärksten Einzelhandelsmärkte Europas beim Pro-Kopf-Wert unter dem europäischen Durchschnitt. So haben Deutschland, Spanien und Italien trotz ihrer hohen Gesamtmarktvolumina alle eine unterdurchschnittliche Einzelhandelskaufkraft. Das zeigt, dass Marktgröße und individuelle Kaufkraft häufig auseinanderfallen. Zugleich unterscheiden sich die regionalen Ausgabenstrukturen und Konzentrationsgrade zwischen den Ländern deutlich, wobei große Metropolregionen einen überproportional hohen Anteil der Einzelhandelskaufkraft auf sich vereinen. Für Händler ist es daher wichtig, regionale Dynamiken zu berücksichtigen."
Insgesamt weisen laut der Studie 12 der 25 Länder eine überdurchschnittliche Einzelhandelskaufkraft pro Kopf auf, während 13 Länder unter dem europäischen Mittelwert liegen. Am unteren Ende des Rankings sind vor allem Länder aus Ost- und Südosteuropa vertreten. Serbien bildet mit 3.849 Euro pro Kopf das Schlusslicht und erreicht damit nur gut 57 Prozent des europäischen Durchschnitts.