Der Preis für den besten Sachcomic geht an „Die Frau als Mensch“ von Ulli Lust (Reprodukt), als bester deutschsprachiger Comic wird „Der verkehrte Himmel“ von Mikael Ross (avant-verlag) ausgezeichnet, der beste internationale Comic ist „In den trüben Gewässern Istanbuls“ von Özge Samancı (Übersetzung: Silv Bannenberg, Helvetiq). Bester deutschsprachiger Comic-Künstler (dotiert mit 10.000,– Euro) ist Franz Suess (aktuell: „Jakob Neyder“, avant-verlag). Der Max und Moritz-Preis für den besten Comic für Kinder geht an „Der Zahn“ von Ayşe Klinge (Kibitz), der Preis für das beste deutschsprachige Comic-Debüt an „Fleischeslust“ von Martin Oesch (Edition Moderne). Darüber hinaus wurde mit „Abgang“ von Lina Brazerol eine herausragende Publikation aus dem Hochschulbereich mit einer Einladung zum renommierten Internationalen Comic-Seminar Erlangen gewürdigt. Der Paul-Derouet-Förderpreis erinnert daher an den Gründer des Comic-Seminars, der Ende Mai verstorben ist.
Mit dem Sonderpreis für ein herausragendes Lebenswerk wurde – wie schon im Vorfeld der Preisverleihung bekannt gegeben – die britische Künstlerin Posy Simmonds geehrt, den Spezialpreis der Jury erhielt der Publizist Andreas C. Knigge für seine herausragenden Verdienste um die Comic-Kunst in Deutschland. Die Max und Moritz-Gala wurde vom Schweizer Journalisten und Comic-Experten Christian Gasser moderiert. Eva Linhart, Bürgermeisterin der Stadt Erlangen, überreichte die Auszeichnungen in den verschiedenen Kategorien.
Der Jury für den Max und Moritz-Preis gehören in diesem Jahr an: Catherine Bazabas (Eigentümerin Comicbuchhandlung Petit Kami, Hamburg), Christian Gasser (Kulturwissenschaftler und Autor, Luzern), Andrea Heinze (Journalistin, Berlin), Katinka Kornacker (Geschäftsführerin COMIX – Comicbuchhandlung Hannover), Isabel Kreitz (Comic-Zeichnerin, Hamburg), Christine Vogt (Leiterin der Ludwiggalerie Schloss Oberhausen) und Bodo Birk (Leiter des Internationalen Comic-Salons Erlangen).