Rezeption von Kinderhörspielen

Was Kassettenkinder hören, wenn sie groß sind

5. März 2026
Madelaine Penzkofer

Erwachsene als Fans von Kinderhörspielen: Wie Labels die erwachsenen Hörer:innen mitdenken und welche Entwicklungen die Zukunft des Hörspiels prägen, hat Elena Hoch in ihrer Masterarbeit untersucht. Im Interview spricht sie darüber.

Ein Foto von Elena Hoch in einem Hörsaal mit schwarzen Klappstühlen

Aus ihrer persönlichen Leidenschaft für Hörspiele heraus beschäftigte sich Elena Hoch in ihrer Masterarbeit mit der Rezeption von Kinderhörspielen durch erwachsene Hörer:innen.

Aus welchem Grund hören Erwachsene Hörspiele aus ihrer Kindheit?

Elena Hoch: Vor allem, um ein Gefühl von Sicherheit zu erleben. Sie können sich mental in eine unbeschwerte Welt flüchten, in der es Abenteuer gibt und am Ende das Happy End wartet. Die vertrauten Geschichten wecken Erinnerungen an ihre Kindheit und dienen häufig der Entspannung, etwa beim Einschlafen, bei unliebsamen alltäglichen Tätigkeiten oder auf Reisen. Die Labels Kiddinx und Europa haben in den 70er Jahren mit taschengeldtauglichen Angeboten und dem Erfolg der Serialität dazu beigetragen, dass sein regelrechter Hörspiel- und Kassetten-Boom entwickelt hat.

Erwachsene mögen oft nicht zugeben, dass sie Kinderhörspiele hören …

Elena Hoch: Erwachsene schämen sich tendenziell dafür, wenn sie sich für Dinge interessieren, die nicht explizit für ihr Alter ausgewiesen sind und als "zu kindlich" gelten. Seit einigen Jahren lässt sich jedoch durch generationsübergreifende Medienphänomene, wie Harry Potter und Pokémon ein Wandel beobachten, durch den eine zielgruppenferne Rezeption normalisiert wird.

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