Die dänische Schauspielerin und Sprecherin Maria Garde hat sich entschlossen, ihre Stimme für das "Voice-Switcher"-Projekt von Storytel/Mofibo zu lizenzieren. Zu KI-Stimmen gebe es zwei Bewertungen, sehr positiv, meistens von Start-ups, die damit Geld verdienen wollen, oder eben sehr negativ, so Colin Hauer, Chef von Hörbuch Hamburg, der Garde für die Tagung akquiriert hat.
Umso schöner, dass die Pionierin, die bisher bereits annähernd 1.000 Hörbücher eingelesen hat, ihre Beweggründe in München differenziert dargelegt hat. "Wenn ich Teil der Entwicklung bin, die sich nicht aufhalten lassen wird, kann ich mitbestimmen und bessere Verträge für Sprecher:innen aushandeln", sagte sie. Ein Vorteil sei für sie auch, dass sie mit einem Unternehmen wie Storytel an der Seite gegen den unberechtigten Gebrauch ihrer Stimme besser vorgehen könne. Die Vertragsverhandlungen mit Storytel hätten sich über mehr als ein Jahr hingezogen; sie habe ihre Stimme begrenzt auf ein Jahr ausschließlich für 50 Bücher verkauft, die bereits eingelesen worden seien. Von der Möglichkeit des "Voice Switcher" würde bei viel gehörten Titeln von zehn bis 15 Prozent der Hörer:innen Gebrauch gemacht werden. Ihren Kolleg:innen im Verband der Sprecher:innen werde sie bei Fragen nach Stimmlizenzierungen mit Rat zur Seite stehen, sagte Garde - viel Interesse gebe es aber bisher nicht.