Buchmarkt 2025: Die offiziellen Zahlen
Die Buchbranche hat das Jahr 2025 mit einem Umsatzminus abgeschlossen. Laut Börsenverein spielen dabei vor allem sinkende Lesekompetenz, Bürokratie und die gesamtwirtschaftliche Lage eine Rolle. Hier sind die Zahlen.
Digitale Ablenkung: Die 10- bis 15-Jährigen gaben im vergangenen Jahr 23,8 Prozent weniger für Bücher aus als 2024
30 % weniger junge Buchkäufer und Leser...
Wir kennen diese Meldungen. Wir lesen sie jedes Jahr. Und jedes Jahr warten wir auf eine politische Antwort, die nicht kommt.
Die Buchbranche macht ihre Hausaufgaben. Wir investieren – in Geschichten. In Bücher, in Audio, in digitale Formate, in crossmediale Welten. Wir holen Kinder dort ab, wo sie sind. Wir nehmen sie ernst.
Aber wir können nicht alleine leisten, was die Bildungspolitik versäumt. Ehrenamt und Vorleseinitiativen sind wertvoll – aber sie reichen nicht mehr.
Was jetzt gebraucht wird – konkret und messbar - ist eine Bildungswende:
01 Ein einheitliches Bildungssystem: Gleiche Chancen für jedes Kind – egal ob Hamburg, Bayern oder Sachsen-Anhalt. Der Wohnort darf nicht über Zukunftschancen entscheiden.
02 Lehrkräfte stärken: Wer das System trägt, darf nicht daran zerbrechen.
03 Freie, kritische Bildung: Kinder sollten DENKEN lernen – nicht gehorchen. Und das gilt auch für Fragen zu Staat und Wirtschaftsordnung: Fakten statt Ideologie, Dialog statt Einfalt.
04 Sprache vor der Schule fördern: Wer zu spät ansetzt, verliert die Kinder, bevor sie angefangen haben.
05 Familien befähigen: Eltern brauchen Werkzeuge, Wissen und Unterstützung – kein Kind darf an fehlendem Rückhalt scheitern.
06 Souverän analog, smart digital: Medienkompetenz von Anfang an – nicht der Algorithmus soll Kinder erziehen, sondern eine starke Pädagogik.
Liebe Frau Prien, liebe Kultusminister und Kommunen: Diese Kinder sind nicht alleine das Problem der Buchbranche. Sie sind Ihre Verantwortung.
Und unsere Zukunft.