Falls jemand fragt, wer wir waren
Halle 1953: Zwei junge Frauen geraten in die politischen Erschütterungen der frühen DDR – ein ebenso spannender wie berührender Roman über Freiheit, Freundschaft und die Kraft des Zweifelns.
Halle 1953: Zwei junge Frauen geraten in die politischen Erschütterungen der frühen DDR – ein ebenso spannender wie berührender Roman über Freiheit, Freundschaft und die Kraft des Zweifelns.
Was geschieht, wenn nichts mehr wahr ist von dem, an das wir glaubten? Wie finden wir den eigenen Weg, wenn unsere Überzeugungen ins Wanken geraten sind? Und wie lebt es sich in einem Staat, der immer weniger Raum für Freiheit lässt? Eva Kranenburgs Roman "Falls jemand fragt, wer wir waren" erzählt von zwei jungen Frauen im Halle der frühen 1950er Jahre – einer Zeit zwischen Aufbruch und Ernüchterung, zwischen großen Idealen und den zerstörerischen Folgen eines Systems, das keinen Widerspruch mehr duldet.
Die junge Tilla hat in Rena eine Freundin gefunden. Viel weiß sie nicht über die unbekümmerte Siebzehnjährige, die ihr zufällig begegnet ist. Doch eines ist auf den ersten Blick klar: Hier haben sich zwei gefunden, die einander vertrauen. Als Rena spurlos verschwindet, beginnt für Tilla eine verzweifelte Suche. Je tiefer sie in den Geheimnissen ihrer Freundin gräbt, desto mehr gerät ihr eigenes Weltbild ins Wanken. Ihre Suche führt Tilla hinein in ein Geflecht aus Lügen und Geheimnissen, die bis in ihre eigene Familie reichen – und mitten in die politischen Spannungen der frühen DDR, die sich im Volksaufstand des 17. Juni 1953 entladen. Tilla muss entscheiden, wofür sie einstehen will – und wie weit sie für ihre Überzeugung zu gehen bereit ist.
"‚Falls jemand fragt, wer wir waren‘ liest sich fast wie ein Krimi. Meine Leseempfehlung für den Sommer!", lobt Buchhändlerin Arlett Friebel von Thalia Berlin. Tatsächlich gelingt es Eva Kranenburg, die angespannte Atmosphäre und die Widersprüche der frühen DDR mit großer erzählerischer Dichte lebendig werden zu lassen und zugleich ein berührendes Porträt einer außergewöhnlichen Freundschaft zu zeichnen.
Eva Kranenburg
Der Roman ist eng mit Kranenburgs eigener Familiengeschichte verbunden: Erst während ihrer Recherchen erfuhr die Autorin, dass Verwandte am Volksaufstand des 17. Juni 1953 in Halle beteiligt waren. Zahlreiche Gespräche mit Zeitzeug*innen und intensive Quellenarbeit flossen in ihre Arbeit ein. So verbindet sie die Geschichte von Tilla und Rena mit den Ereignissen rund um den Volksaufstand vom 17. Juni 1953 und zeichnet ein vielschichtiges Bild einer Gesellschaft im Umbruch.
Damit "Falls jemand fragt, wer wir waren" auch im Handel sichtbar wird, begleitet hanserblau die Veröffentlichung mit verschiedenen Marketingmaßnahmen. Deko-Buchpakete mit Plakaten und Leseproben unterstützen die Präsentation am Point of Sale, digitale Leseexemplare stehen über NetGalley bereit. Darüber hinaus ist die Autorin für Lesungen verfügbar, und ergänzendes Lesekreismaterial liefert Anregungen für Veranstaltungen und die gemeinsame Lektüre.
Mit "Falls jemand fragt, wer wir waren" legt Eva Kranenburg ihren ersten Roman für Erwachsene vor. Die Drehbuchautorin beweist dabei ein beeindruckendes Gespür für Dramaturgie, historische Genauigkeit und psychologische Tiefe. Entstanden ist ein Roman, der von einer vergangenen Epoche erzählt und zugleich Fragen aufwirft, die bis heute nichts von ihrer Dringlichkeit verloren haben: Wie wehrhaft ist eine Gesellschaft? Und wie viel Mut braucht es, für Freiheit und Vielfalt einzustehen?
Zwischen Zeitpanorama und Gesellschaftsroman entfaltet "Falls jemand fragt, wer wir waren" eine ganz eigene erzählerische Kraft. Ein eindrucksvolles Debüt für Erwachsene – und ein Roman, der das Zeug dazu hat, Leserinnen und Leser weit über den Sommer hinaus zu begleiten.
Falls jemand fragt, wer wir waren
Eva Kranenburg
22,00 € (DE)
ISBN 978-3-446-28925-3
288 Seiten
ET: 21.07.2026
hanserblau