Miriam Burdelski | ANZEIGE

Ist doch schön hier

30. April 2026
TONI HECHT

Drei Frauen, eine Reise nach Ostpreußen und ein Familiengeheimnis: In "Ist doch schön hier" erzählt Miriam Burdelski von Erinnerung, Verlust und der Sehnsucht nach Heimat – und davon, wie der Blick zurück Wege in die Zukunft öffnet.

Miriam Burdelski: Ist doch schön hier

Eine Reise, die alles verändert

Flucht und Vertreibung prägen viele Familiengeschichten. Miriam Burdelskis berührender Roman "Ist doch schön hier" erzählt von den Spuren, die diese Vergangenheit im Leben von Generationen hinterlassen kann und von einer jungen Frau, die sich voller Mut den offenen Fragen ihrer Herkunft stellt.

Liesel hat gerade Abitur gemacht. Gemeinsam mit ihrer Mutter lebt sie in beengten Verhältnissen und hält sich mit einem Job in einer Autowaschanlage über Wasser. Der wichtigste Mensch in ihrem Leben aber ist ihre Großmutter Emmi, doch mit der fortschreitenden Demenz drohen deren Erinnerungen unwiederbringlich zu verschwinden. Als Emmi immer häufiger von ihrem früheren Zuhause in Ostpreußen spricht, fasst Liesel einen Entschluss: Sie will zu den Wurzeln ihrer Familie reisen. Was als Solo-Abenteuer geplant ist, wird überraschend zu einer gemeinsamen Reise quer durch Polen, mitten hinein in eine bewegende Familiengeschichte, die lange verschwiegen wurde. Wie stark der Roman dabei emotional berührt, zeigt auch die Resonanz aus dem Buchhandel: "Ohne Zweifel: der Roman Ist doch schön hier berührt einen sehr. Und man kann diese Geschichten nicht oft genug erzählen", so Frank Menden von stories! aus Hamburg

Drei Generationen und die Sehnsucht nach Ankommen

Die Hamburger Autorin Miriam Burdelski kennt die Wege, von denen sie erzählt: 2014 reiste sie selbst entlang der Fluchtstrecke ihrer Großmutter bis ins ehemalige Ostpreußen – eine Erfahrung, die zum Ausgangspunkt ihres Romans wurde. Es gelingt ihr, mit großer atmosphärischer Dichte die Geschichte ihrer Figuren zum Leben zu erwecken. Es ist die Geschichte von drei Frauen, die Verletzungen der Vergangenheit in sich tragen und ihren Platz im Leben suchen. Mit überraschender Leichtigkeit, Wärme und einem immer wieder aufblitzenden Humor entfaltet dieser generationsübergreifende Roman von Seite zu Seite eine immer größere erzählerische Sogkraft – ein Eindruck, den auch Barbara Hoppe-Vennen (Buchhandlung Schmetz am Dom in Aachen) teilt: "Dieses Debüt überzeugt auf ganzer Linie. Eine berührende Zeitreise in die Geschichte einer Familie und die mitunter schmerzhafte Reise einer Enkelin zu sich selbst. […] Ich liebe dieses Buch!"

Miriam Burdelski

Miriam Burdelski

Birkenalleen, alte Gutshäuser und die Landschaften Masurens

Auf ihrem Weg folgen Liesel und Emmi den Spuren einer verlorenen Herkunft. Mit dabei: Altenpfleger Jascha, der beide im klapprigen Lada quer durch Polen fährt, wenig sagt und viel grinst. Was als fast trotziges Vorhaben begonnen hat, wird schnell zu einer Reise voller Komik und Schmerz. Zwischen Birkenalleen, alten Gutshäusern und den Landschaften Masurens entfaltet sich eine Geschichte über Kindheit und Heimat, über Flucht, Verdrängung und Weiterleben. Gerade die Protagonisten bleiben dabei im Gedächtnis. So sagt Jacqueline Masuck von Der Diwan in Berlin: "Der Roman Ist doch schön hier hat viel bewegt in mir. […] Das lag ganz besonders an so wundervollen Figuren wie Jascha und Liesel."

Mit großer Sensibilität verbindet Miriam Burdelski dabei persönliche Erinnerung, historische Erfahrung und Gegenwartserzählung zu einem Roman über Familie, Prägung und die Möglichkeit von Versöhnung.

Heimat sind die Menschen, die bleiben

Indem Liesel sich auf den Weg macht, die Geschichte ihrer Großmutter zu erkunden, beginnt sie, die Brüche in ihrer Familie sichtbar zu machen und eröffnet sich damit einen neuen Blick auf ihre Herkunft und auf sich selbst. Je näher Liesel der Geschichte ihrer Familie kommt, desto deutlicher wird: Das Verstehen der Vergangenheit eröffnet die Möglichkeit, Verlust anzunehmen und sich der Zukunft zuzuwenden. Und so ist "Ist doch schön hier" ein Roman, der Mut macht. Denn Heimat ist kein Ort, der sich auf der Landkarte finden lässt. Heimat sind die Menschen, die bleiben, wenn alles andere verschwindet.

Zum Erscheinen am 29.07.2026 wird das Buch von einer umfassenden Kampagne begleitet. Geplant sind unter anderem eine große Online-Kampagne, Werbung auf Klassik Radio und im ZEIT Magazin sowie gezielte Unterstützung für den Handel mit Leseproben und POS-Plakaten.

 

Ist doch schön hier
Miriam Burdelski
24,00 € (D)
ISBN 978-3-89667-801-0
384 Seiten
ET: 29.07.2026
Blessing