Schweiz

Buchhandlung und Verlag des Jahres 2026 stehen fest

9. Juni 2026
Redaktion Börsenblatt

Die Luzerner Buchhandlung BUK und der St. Galler Autismusverlag sind als Buchhandlung bzw. Verlag des Jahres 2026 ausgezeichnet worden. Die vom SBVV verliehenen Preise wurden am 8. Juni in Bern vergeben.

junger Mann mit einem Stapel Bücher, im Hintergrund ist eine Schweizer Flagge zu sehen.

Seit 2010 zeichnet der Schweizer Buchhandels- und Verlags-Verband SBVV jedes Jahr eine Buchhandlung und einen Verlag des Jahres aus. Eine Fachjury nominiert jeweils drei Buchhandlungen und drei Verlage. Das Publikum hat anschliessend rund einen Monat lang Zeit, auf der Website des SBVV abzustimmen.

Dieses Jahr nominierte die Jury die Buchhandlungen Forum in Liestal, Voirol in Bern und BUK in Luzern. Bei den Verlagen schafften es der Christoph Merian Verlag in Basel, Geparden in Zürich und der Autismusverlag in St. Gallen auf die Shortlist.

Der Titel ist in der Branche eine begehrte Anerkennung und ein Aufmerksamkeitsgenerator. Dazu ist er auch dotiert: Die siegreiche Buchhandlung und der siegreiche Verlag erhalten je 4000 Franken, die anderen Nominierten je 2000 Franken. Sponsor des Preises ist das Schweizer Buchzentrum.

"Eine Oase für Lesefans"

Das Rennen war in diesem Jahr erneut denkbar knapp, wie der SBVV mitteilt, doch schließlich setzte sich bei den Buchhandlungen BUK in Luzern durch. Geführt wird sie von der Quereinsteigerin Luana Betschen. Sie schuf mit ihrem Laden mit Café im Herzen von Luzern innerhalb kurzer Zeit eine Oase, in der sich Jung und Alt zum Bücherkauf, Kaffeeplausch und Leseglück trifft. Für ihre Bücherlieferungen arbeitet Luana Betschen mit der IG Arbeit zusammen, einem Luzerner Integrationsprojekt, bei dem Menschen mit psychischer Beeinträchtigung zurück in den Arbeitsalltag begleitet werden.

"Ein Verlag, der seine Zielgruppe besonders gut kennt"

Bei den Verlagen gewann der Autismusverlag in St. Gallen. Sein Portfolio umfasst Bücher rund um Autismus, Materialien für die unterstützte Kommunikation und Produkte, die sich zum Arbeiten nach dem TEACCH-Ansatz eignen. Damit füllt der Verlag eine Lücke im deutschsprachigen Raum, wie die Jury mitteilt. Er beschäftigt Neurotypische wie auch Menschen im Autismusspektrum und ist zugleich Teilnehmer des ersten Arbeitsmarkts ohne Unterstützung der öffentlichen Hand.

Verkündet wurden die Gewinner anlässlich der Generalversammlung des SBVV, die am 8. Juni in der Schweizerischen Nationalbibliothek in Bern stattfand.